Neuer Geldregen der EZB: Die 500-Milliarden-Euro-Frage

Neuer Geldregen der EZB
Die 500-Milliarden-Euro-Frage

Die EZB bietet den Banken zum zweiten Mal Geld für drei Jahre zu Billigkonditionen an. Am Mittwoch gibt sie bekannt, wie groß der Geldregen ausfällt. Die Prognosen reichen von 200 Milliarden bis zu einer Billion Euro.
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DüsseldorfAm Mittwoch um 11.15 Uhr beendet die Europäische Zentralbank die wochenlangen Spekulationen. Seit Dezember streiten Analysten und Ökonomen darüber, wie viel Geld die europäischen Banken an diesem entscheidenden Tag bei der EZB nachfragen werden. Die EZB legt erneut ein langfristiges Geldgeschäft auf, bei dem sich die Banken für drei Jahre zum historisch niedrigen Leitzins von derzeit einem Prozent
Geld leihen können - und zwar so viel sie wollen. „Das ist quasi geschenkt“, sagt ein Händler. Viele Banken dürften sich die zweite und vorerst letzte Gelegenheit dieser Art nicht entgehen lassen, zumal EZB-Chef Mario Draghi sie ausdrücklich dazu ermuntert hat.

Wie viel sie nachfragen werden, ist allerdings umstritten. Bei einem ähnlichen Geschäft im Dezember hatten die Banken rund 500 Milliarden Euro nachgefragt. Diesmal reichen die Prognosen von 200 Milliarden bis hin zu einer Billion Euro. Mit den gigantischen Geldspritzen will die EZB die Euro-Zone gegen eine Kreditklemme und das Ausufern der Schuldenkrise wappnen.

Das Programm der EZB soll vordergründig vor allem die Banken der Eurozone stützen. Da sich diese wegen der Schuldenkrise nicht mehr vertrauen, leihen sie sich untereinander kaum noch Geld. „Wir haben am Geldmarkt eine Zweiklassengesellschaft: Die einen haben die Kohle, geben sie aber nicht weiter. Die anderen bekommen nichts und stehen bei der EZB auf der Matte“, fasst ein Händler zusammen. Um dieses Problem abzufedern, springt die EZB ein.

Zeitbomben: Fällige Staatsanleihen

Quelle: Information Research

Die EZB verfolgt jedoch offensichtlich noch eine weitere Absicht: Mit dem Billiggeld hilft sie den Schuldenstaaten der Eurozone. Durch die Aktion der EZB können sich die Banken Geld zu Billigkonditionen leihen und es in höherverzinsliche Staatsanleihen der Krisenländern investieren. Wie aus EZB-Statistiken hervorgeht, haben davon im Januar vor allem spanische und italienische Banken Gebrauch gemacht. Spanische Banken haben demnach ihren Bestand an Staatsanleihen um 23 Milliarden Euro erhöht. Italienische Banken kauften Staatsanleihen im Wert von 21 Milliarden Euro hinzu.

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  • Terminator

    Auf der einen Seite versorgen sich die Geschäfts-
    banken mit unendlich viel Geld von den ihnen unterstellten
    Zentralbanken . Auf der anderen Seite stehen Menschen vor
    Gericht , die sich Kekse aus der Mülltonne genommen haben.
    Ich finde wir brauchen Lager mit Holzhütten und Stacheldraht
    für die verantwortlichen Bänker und Politiker!

  • habe ich schon gemacht

  • Bei der Einführung des €uros halbiert, danach geviertelt und nun soll sich jeder mit einem Zehntel zufrieden geben, das reicht lt. biblischer Schriften für den Erhalt der eigenen Lebensführung.

    Gewiß, bei den Renten und nach Leistungsbeziehern im Rahmen von SGB II muß keine Prozentrechnung eingeführt werden. Eine Bruchrechnung offenbart das Desaster, das darf Reichen dienen, sich als "Leistungsträgern aus Leidenschaft" zu verstehen.

    Hochmut, kommt meist vor dem ungeahnten Fall.

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