Niedriger Leitzins
Fed-Chef Bernanke verteidigt US-Geldpolitik

Die Kritik an der Konjunkturpolitik der US-Notenbank weist Institutschef Ben Bernanke zurück. Von mehr Wachstum in den USA profitiere auch die Weltwirtschaft, so der Fed-Chef. Damit reagierte er auf jüngste Vorwürfe.
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Tokio/WashingtonUS-Notenbankchef Ben Bernanke hat Kritik aus Schwellenländern an seiner Geldpolitik zurückgewiesen. Die Stimulierung des Wachstums in den USA komme über die Stärkung der Nachfrage auch der Weltwirtschaft zugute, sagte Bernanke laut Redetext am Sonntag in Tokio. Die Bemühungen der Fed und der Zentralbanken anderer Industriestaaten sorgten für Wirtschaftswachstum und größere Absatzmärkte für Güter aus Entwicklungsländern.

Bernanke reagierte damit auf Vorwürfe des brasilianischen Finanzministers Guido Mantega, der die jüngsten geldpolitischen Beschlüsse der US-Notenbank Fed als selbstgefällig kritisiert hatte. Ein konstant niedriger Leitzins in den USA führe keineswegs zu höheren Inflationsraten in Schwellenländern, so der Fed-Chef.

Die Federal Reserve hatte im September ein Aufkaufprogramm für Staatsanleihen beschlossen, das erst bei Vorliegen substanziell besserer Arbeitsmarktdaten eingestellt werden soll. Bis dahin will die Fed monatlich immobilienbesicherte Anleihen im Wert von 40 Milliarden Dollar aus dem Markt nehmen.

Aus dem Ausland war wiederholt Kritik an der Geldpolitik der Fed zu hören, da der niedrige Zinssatz zu einem schwachen Dollar führe, der den USA einseitige Handelsvorteile verschaffe. Ein schwacher Dollar verbillige US-Exporte. Entscheidungen der Zentralbanken der Industriestaaten diktierten nicht notwendiger Weise den Kapitalfluss, sagte Bernanke. Zudem hätten auch Entwicklungsländer Mittel und Wege, zu hohe Investitionsvolumen zu regulieren.

Noch im September hatte die Fed angekündigt, den Leitzins bis mindestens Mitte 2015 auf niedrigem Niveau zu halten - solange, bis sich der Arbeitsmarkt in den USA nachhaltig erholt habe. Am 23. und 24. Oktober kommt die Führungsriege der Fed erneut zusammen, um über ihre Politik zu beraten.

Agentur
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  • Für den Satz von Bernanke:

    "Die Bemühungen der Fed und der Zentralbanken anderer Industriestaaten sorgten für Wirtschaftswachstum und größere Absatzmärkte für Güter aus Entwicklungsländern."

    lassen sich schlicht keine Daten finden, die die Aussage belegen.

    Tatsächlich ist es so, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer (aber auch D) beständig Waren in die USA liefern, aber nur mit frisch gedrucktem Papier bezahlt werden.

    Und die realen Ersparnisse der Entwicklungs- und Schwellenländer (und die von D) werden durch solche letztendlich dummen Tauschgeschäfte entwertet (bzw. in die USA transferiert, u.a. um den militär-industriellen Komplex dort am leben zu halten).

  • Herrn John Connally - US-Finanzminister unter Richard Nixon - näherbringen, dieser sagte 1971 diesbezüglich: Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem."

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