Notenbank
Schweiz hält an niedrigem Wechselkurs fest

In der Euro-Krise gilt der Schweizer Franken als Fluchtwährung in unsicheren Zeiten. Seither hält die Notenbank den Kurs künstlich niedrig - und will auch weiterhin daran festhalten.
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ZürichDie Schweizer Notenbank will an ihrem Wechselkursziel für den Franken auf absehbare Zeit festhalten. "Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so wie im Moment bleiben und weder gut noch schlecht sind, dann ist es sehr gut vorstellbar, dass die Grenze für eine einigermaßen lange Zeit erhalten bleibt", sagte der Vize-Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Jean-Pierre Danthine, in einem am Samstag veröffentlichten Interview der französischsprachigen Tageszeitung "Le Temps".

Für einen Kurswechsel in dieser Frage sei eine "radikale Veränderung des makroökonomischen Umfeldes" nötig. "Man kann einen Mindest-Wechselkurs nicht so fein steuern wie Zinsen."

Seit September achtet die Notenbank darauf, dass für einen Euro nicht weniger als 1,20 Franken gezahlt werden und greift notfalls mit Aufkäufen in den Handel ein, um den Kurs zu halten. Wegen der bedeutenden Rolle des Exports für die Wirtschaft der Alpenrepublik haben einige Unternehmen und Gewerkschaften zuletzt eine Anhebung des Mindestkurses auf 1,40 Franken vorgeschlagen. Der Schweizer Franken gilt als Fluchtwährung in unsicheren Zeiten wie derzeit durch die europäische Schuldenkrise.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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