Notenbank senkt Leitzins Ölpreise zwingen Norwegen zu Zins-Rekordtief

Die fallenden Ölpreise belasten die norwegische Wirtschaft. Die Notenbank reagiert nun auf diese Entwicklung und senkt den Leitzins auf ein Rekordtief. Es könnte nicht das letzte Mal in diesem Jahr gewesen sein.
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Die Ölpreise fallen. Das belastet Norwegens Wirtschaft. Nun reagiert die Notenbank des Landes. Quelle: dpa
Ölpreise

Die Ölpreise fallen. Das belastet Norwegens Wirtschaft. Nun reagiert die Notenbank des Landes.

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OsloZur Stützung der Konjunktur hat Norwegens Notenbank die Zinsen auf ein Rekordtief gesenkt. Sie kappte den Leitsatz wie von Experten erwartet am Donnerstag um einen Viertelpunkt auf 1,0 Prozent. Zugleich deutete Notenbank-Chef Oeystein Olsen an, die Zinsen im Herbst womöglich noch weiter zu senken. Norwegen macht der Ölpreisverfall zu schaffen, weil das rohstoffreiche Land ein Fünftel seiner Wirtschaftsleistung aus der Ölförderung vor der Küste schöpft. Die Währungshüter befürchten deswegen trübere Wachstumsaussichten und eine zunehmende Arbeitslosigkeit, die inzwischen auf den höchsten Stand seit zehn Jahren stieg. Zuletzt hatte die Notenbank im Dezember die Zinsen gesenkt.

Die Ölpreise haben sich zwar etwas von ihren Tiefstständen Anfang 2015 erholt, liegen aber immer noch rund 40 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Norwegische Unternehmen aus der Öl-Industrie haben deswegen Tausende Mitarbeiter entlassen. Die Investitionen in der Branche sind dieses Jahr um 15 Prozent gefallen. Zwar ist die Arbeitslosenquote mit 4,1 Prozent in Europa betrachtet vergleichsweise niedrig und weniger als halb so hoch wie der Durchschnitt in der Euro-Zone. Sie dürfte aber weiter steigen. Erst vor wenigen Tagen kündigte Norwegens größter Ölkonzern Statoil an, bis zu 2000 Stellen abzubauen, ein großer Zulieferer will 1500 Jobs streichen.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
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Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

Platz 9: Hongkong Dollar
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Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

Platz 8: Schweizer Franken
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Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

Platz 7: Australischer Dollar
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Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

Platz 6: Kanadischer Dollar
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Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

Platz 5: Yuan
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Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

Platz 4: Yen
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Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Notenbank senkt Leitzins: Ölpreise zwingen Norwegen zu Zins-Rekordtief"

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  • "Ölpreise zwingen Norwegen zu Zins-Rekordtief"

    Stimmt diese Aussage?

    Ich erinnere mich, dass die Ölpreise schon niedriger und die Zinsen höher waren.

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