Notenbankertreffen in Jackson Hole
Bernanke lässt Hintertür für Konjunkturhilfe offen

Fed-Chef Ben Bernanke sieht für neuen Konjunkturhilfen hohe Hürden – nur „bei Bedarf“ werden die Währungshüter einschreiten. Die Zentralbank könne die Krise nicht allein bewältigen, jetzt sei die Politik in der Pflicht.
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New YorkUS-Notenbankchef Ben Bernanke hält die Tür für weitere milliardenschwere Konjunkturhilfen weit offen. Er kündigte zunächst keine neue Unterstützung für die Märkte an, erklärte stattdessen aber, es sei durchaus sinnvoll, über solche Maßnahmen nachzudenken.

In einer von den Finanzmärkten mit Hochspannung erwarteten Rede auf der Konferenz der Federal Reserve in Jackson Hole beklagte der Zentralbanker am Freitag, dass das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft zum Abbau der hohen Arbeitslosigkeit zu schwach sei: „Es ist aber nötig, dass wir weitere Fortschritte erreichen, besonders am Arbeitsmarkt.“ Die Fed werde daher „bei Bedarf“ Konjunkturspritzen aufziehen.

Bernanke erklärte, die Folgen außergewöhnlicher geldpolitischer Aktionen seien schwieriger abzuschätzen, als die traditioneller Maßnahmen. „Entsprechend ist die Hürde zum Einsatz nicht-traditioneller Mittel höher als die für den Einsatz traditioneller Mittel“, sagte er. Damit deutete er nach Lesart von Beobachtern an, dass die Fed sich in nächster Zukunft mit neuen Anleiheankaufaktionen zurückhalten will. Diese gelten als „nicht-traditionelle“ oder „unkonventionelle“ Maßnahmen.

Dennoch ließ sich der Fed-Chef einer Hintertür offen: “Die Kosten unkonventioneller Maßnahmen scheinen, wenn wir sie sorgfältig bedenken, handhabbar zu sein. Dies spricht dafür, dass wir nicht ausschließen sollten, solche Maßnahmen zu ergreifen, sollten die wirtschaftlichen Bedingungen dies erforderlich machen”, sagte Bernanke.

Gleichzeitig rief er die Politik indirekt auf, die strukturellen Probleme der USA anzugehen. „Geldpolitik alleine kann nicht erreichen, was eine umfassendere und ausbalancierte Wirtschaftspolitik erreichen kann. Sie kann vor allem nicht haushaltspolitische Risiken neutralisieren“, sagte er. Er spielte damit auf die Debatte in Washington um die sogenannte „Haushaltsklippe“ an.

„Der Markt hat darauf gesetzt, dass Bernanke die Erwartung an QE3 (eine dritte Runde von Anleihenkäufen, Anm. der Redaktion) nicht enttäuscht und das hat er auch nicht getan“, sagte John Canally von LPL Financial. Die Marktteilnehmer an den europäischen Börsen reagierten nur kurz verschnupft auf die Bernanke-Rede, die in dieser Hinsicht keine Klarheit brachte.

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Trotz Zurückhaltung: Experten sehen Chancen für Anleihenkäufe

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  • richtig, ich kaufe seit einem Goldpreis von ca. 890,00 $ und einen Silberpreis von ca. 12,00 $, alle zwei Monate etwas dazu.
    Meine Rendite, kann sich wirklich sehen lassen.
    Der Euro wie auch Aktien, sind mir im Augenblick zu risikoreich.

  • Helikopter-Ben sollte man die Fluglizenz entziehen. Er will es nicht begreifen.

  • Ich hoffe das er es nicht macht,denn das einzige was steigen werden sind die Öl und Lebensmittelpreise.
    Dieser Herr sollte aufwachen seit Lehman hat das ganze nichts mehr mit der Realität zu tun.
    Market Driven by FED and EZB.

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