Nullzinspolitik
US-Notenbank bleibt ganz gelassen

Trotz häufig wiederholter Forderungen von Marktteilnehmern hält die US-Notenbank sich mit neuen Konjunkturimpulsen zurück. Sie bekennt sich zur Nullzinspolitik bis Ende 2014, will aber keine zusätzlichen Maßnahmen.
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WashingtonTrotz der schwächelnden Wirtschaft verzichtet die US-Notenbank Fed vorerst auf neue Anschubhilfe für die Konjunktur. Die Federal Reserve (Fed) teilte am Mittwoch nach der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) in Washington mit, der Leitzins bleibe bei 0 bis 0,25 Prozent. Zugleich ließen sich die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke nicht in die Karten blicken, ob sie dieses Jahr ein neues Programm zur Stimulierung der Wirtschaft planen.

Auf Konjunktur und Arbeitsmarkt blicken die Geldpolitiker nun einen Tick optimistischer als noch im März. Allerdings signalisierten sie erneut, den Leitzins bis weit ins Jahr 2014 hinein äußerst niedrig halten zu wollen. Der Beschluss fiel mit 9:1 Stimmen - der Notenbanker Jeffrey Lacker stimmte erneut dagegen. Die US-Aktienmärkte reagierten jedoch kaum auf die Mitteilung der Fed, die nach Einschätzung von Händlern kaum Neues enthielt.

Die US-Notenbank Fed blickt optimistischer auf den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft als noch zu Jahresbeginn. Sie rechnet nach der am Mittwoch vorgelegten Projektion für dieses Jahr mit einer Arbeitslosenquote von 7,8 bis acht Prozent. Im Januar hatte sie noch 8,2 bis 8,5 Prozent veranschlagt. Die Fed geht davon aus, dass die Rate nächstes Jahr auf 7,3 bis 7,7 Prozent sinkt. 

Die Wirtschaft dürfte nach Einschätzung der Fed ebenfalls besser in Fahrt kommen, als noch Anfang des Jahres gedacht: Die Notenbank rechnet mit einem Anziehen der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 2,4 bis 2,9 Prozent. Im Januar hatte sie 2,2 bis 2,7 Prozent geschätzt. 2013 soll das Bruttoinlandsprodukt dann um 2,7 bis 3,1 Prozent zulegen. Damit liegt die Fed nun leicht unter der Januar-Projektion von 2,8 bis 3,2 Prozent. 

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