Nur noch 1,3 Prozent: Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist im Juni auf ihr Jahrestief gefallen. Was Verbraucher freut, sieht EZB-Chef Mario Draghi gar nicht gern. Was heißt das für die EZB-Ratssitzung am Donnerstag?

Kommentare

  • Das gefährliche ist doch, dass da ganze Geldsystem nur auf Vertrauen beruht. Ohne das ist kein Geld der Welt etwas wert. Sobald ich nicht mehr vertrauen kann, dass ich mir mit meinen Euronen was zu essen kaufen kann, werde ich aus dem System ausscheren.
    Daher geht es bei der Zinspolitik und den Entscheidungen zumeist um Ängste und potentielle Gefahren. Die Frage ist nur, ob man sich immer davon leiten lassen sollte und nicht durch den Willen eine potentielle (möglicherweise nicht real werdende) Gefahr zu vermeiden, gerade diese oder eine andere Realität werden lässt. Insofern muss die EZB aus meiner Sicht klare Signale an die Länder senden, dass Reformen angepackt werden müssen und nicht unendlich Zeit gekauft wird.

  • Eine Inflationsrate von 1,3 % (wenn sie stimmen würde) und ein leichter Konjunkturaufschwung wäre eigentlich eine gute Konstellation. Wenn nicht die hohe Verschuldung der Südländer und den Banken dort mit ihren faulen Krediten. Draghi wird also nur ganz vorsichtig die Staatsfinanzierung runterfahren und die Bedeutung des Geldmarktzinses wird sowieso überschätzt. Auch die Gefahr einer Deflation war nur vorgeschoben. Es hat sie nie gegeben.

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