Prognose bestätigt Lebensmittel treiben Inflation nach oben

Die Inflation in Deutschland legt überraschend stark zu. Das Statistische Bundesamt bestätigte nun die Prognose für den Monat Juli. Preistreiber waren allen voran Nahrungsmittel und Reisen.
Update: 11.08.2017 - 11:47 Uhr 2 Kommentare
Die Preise haben in Deutschland deutlich stärker zugelegt als in der gesamten Eurozone. Quelle: dpa
Inflation im Juli

Die Preise haben in Deutschland deutlich stärker zugelegt als in der gesamten Eurozone.

(Foto: dpa)

BerlinTeurere Lebensmittel und Pauschalreisen haben die Inflation in Deutschland im Urlaubsmonat Juli leicht ansteigen lassen. Die Verbraucherpreise zogen um durchschnittlich 1,7 Prozent zum Vorjahresmonat an, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit wurde eine vorläufige Schätzung bestätigt. Im Juni lag die Rate mit 1,6 Prozent noch einen Tick niedriger.

Außer für Nahrungsmittel (plus 2,7 Prozent) mussten die Bürger auch für ihre Kaltmieten (plus 1,8 Prozent) und Pauschalreisen (plus 4,3 Prozent) tiefer in die Tasche greifen. Bei Energie, die sich noch Anfang des Jahres als Preistreiber erwiesen hatte, war der Anstieg mit 0,9 Prozent vergleichsweise moderat.

„Der Energieeffekt läuft aus: Die Inflation wird dadurch nicht mehr angetrieben“, erklärte BayernLB-Ökonom Stefan Kipar. Vorerst sei daher nicht damit zu rechnen, dass sich die Teuerung auf die von der EZB angepeilte Marke zubewege, oder sich gar dort festsetze. Die Europäische Zentralbank strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, die sie für die Konjunkturentwicklung als ideal ansieht. Zuletzt lag sie im Euro-Raum aber nur bei 1,3 Prozent.

„Das Zwei-Prozent-Ziel ist noch in weiter Ferne“, so Kipar. Er verweist auf den starken Euro, durch den Importgüter günstiger werden. Dies wirkt tendenziell dämpfend auf die Preisentwicklung. Der Experte geht davon aus, dass die EZB frühestens Anfang 2019 ihr Ziel erreichen wird. Dennoch dürfte die Zentralbank einer Reuters-Umfrage zufolge voraussichtlich im September Veränderungen an ihren umstrittenen Anleihenkäufen in Aussicht stellen. Die EZB und die nationalen Notenbanken der Euro-Länder erwerben bereits seit März 2015 Staatsanleihen: Ziel ist es, Konjunktur und Inflation anzuschieben.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Prognose bestätigt: Lebensmittel treiben Inflation nach oben"

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  • Da könnte Schulz mal mit seiner Standardparole von der armen Oma, die ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet hat, kommen und auf die hohe Inflation bei Lebensmittelpreisen hinweisen, denn das sind die gestiegenen Kosten, welche so eine Oma belasten.

  • Was ist die Steigerung zur LUEGE?
    der MEINEID
    Was die Steigerung dazu:
    S T A T I S T IK
    Die hoehere Teuerung , die uns in der S TA T I S T I K ausgeredet werden soll trifft nachweislich jeden, aber auch jeden, schon seit Jahren !

    im Zusammenhang mit der NULL-ZINS_POLITIK sollten die offiziellen Zahlen mit dem Faktor PI--Halbe mal two multipliziert warden....

    Jedenfalls sind all diese offiziellen Zahlen reine, profane Augenwischerei,
    in einer aehnlichen Strickart wie die
    veroeffentlichen offiziell bestaetigten Zahlen zu den Abgaswerten....!

    Jeder, der seine Lebenshaltungskosten kennt und ueber die letzen 11 Jahre verfolgt hat, kann diese
    PROPAGANDA-ANGABEN
    easy widerlegen..... wenn er die
    TEURO im Geldbeutel nachhaelt..!

    ................die Zahlen warden bewusst niedrig angesetzt, den die 19% MWST allein nur aus den Differenzen sind betraechltliche Mehreinnahmen, die der Steuerzahlenden Bevoelkerung vorenthalten, jedoch den Merkel-Immis in den Allerwertesten geschoben wurden & weiterhin warden!
    Parteien wie die AFD koennen da massgeblich als Zuenglein an der Waage wirken!



    Das ist die Manipulation am Ausstoss von Schadstoffen an Fahrzeugen geradezu harmls gegen!

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