Restrukturierung von Banken
EZB will mehr Spielraum

Die EZB ist für die Kontrolle der wichtigsten Geldhäuser in der Euro-Zone zuständig. Nun kritisieren das Institut die unterschiedliche Umsetzung der europäischen Richtlinien in den Staaten – und fordert mehr Spielraum.

WienDie Europäische Zentralbank (EZB) hat nach eigener Einschätzung nicht genügend Spielraum, um bei kriselnden Geldhäusern frühzeitig einzugreifen. Die europäische Richtlinie zur Abwicklung maroder Institute sei in den verschiedenen Euro-Staaten unterschiedlich umgesetzt worden, sagte die oberste EZB-Bankenaufseherin Daniele Nouy am Dienstag in Wien.

In manchen Ländern werde es der EZB zu spät ermöglicht, einen Austausch des Managements oder eine neue Strategie zu fordern. „In einigen Fällen können wir erst dann intervenieren, wenn die Bank schon fast am Ende ist.“

Die EZB ist seit November 2014 für die Kontrolle der wichtigsten Geldhäuser in der Euro-Zone zuständig. Die zentrale Aufsicht zählt zusammen mit der Abwicklung zu den Säulen der Bankenunion. Die EU-Kommission und einige südeuropäische Staaten wollen als dritte Säule eine einheitliche Einlagensicherung etablieren, was die Bundesregierung und deutsche Banken aber mit aller Macht zu verhindern versuchen. „Es wäre schön, wenn wir sie hätten, aber ich bin mit der aktuellen Situation auch recht zufrieden“, sagte Nouy dazu. Derzeit gebe es in dieser Frage noch keinen Konsens. „Das wird einige Zeit dauern.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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