Schuldenkrise
Lagarde rät EZB von Zinssenkung ab

Wird die EZB den Leitzins erstmals unter ein Prozent fallen lassen? Davon geht zwar die Mehrheit der Experten für Geldpolitik aus. Doch IWF-Chefin Christine Lagarde hat einen anderen Vorschlag.
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WashingtonIm Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise rät IWF-Chefin Christine Lagarde der Europäischen Zentralbank zu verstärkten Anleihen-Käufen anstelle einer Zinssenkung.

Zur Möglichkeit einer zinspolitischen Lockerung sagte die Französin am Dienstag dem US-Sender CNBC: "Wir sind uns nicht sicher, ob das im Moment der beste Weg ist." Nicht allen Euro-Ländern würden niedrigere Zinsen weiterhelfen.

Erstmals in der Geschichte der Währungsunion dürfte die EZB-Notenbanker um Präsident Mario Draghi am Donnerstag den Leitzins unter ein Prozent senken. Davon geht nach den jüngsten Äußerungen von EZB-Chefökonom Peter Praet die große Mehrheit der geldpolitischen Beobachter aus.

Dass der EZB-Rat zudem mit einer Absenkung des Einlagezinses - den die Banken für geparktes Geld bei der EZB bekommen - auf null noch weiter geht, liegt im Bereich des Möglichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenkrise: Lagarde rät EZB von Zinssenkung ab"

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  • Wir alle und die Ökonomen insbesondere müssten endlich kapiert haben, dass der Zins nicht mehr wie einstmals mit dirigistischen Mitteln ganz nach Belieben reprimiert werden kann. Der Weltfinanzmarkt kann nicht manipuliert werden. Schulden und Verluste sind nicht kaschierbar. Die neuen Mittel zur Manipulation des Libor in London sind nur kriminelle Handlungen. Eine finanzpolitische Repression der Zinshöhe ist im Zeitalter der Globalisierung nicht mehr möglich. www.agosta.de

  • Lagarde möchte, dass die EZB die Schrottpapiere der französischen Banken aufkauft. Wie durchsichtig!
    Rausd aus dem Euro!

  • Lagarde hat vollkommen Recht. Eine Zinssenkung bringt, ausser noch mehr Geld fuer Spekulationsmaerkte, nur weiteren Schaden durch die Enteignung der Buerger.

    Es muss einmal beendet werden in Europa und in den USA, diese Interessensgruppen endlos mit der Gelddruckmaschine zu unterstuetzen. Wir hatten schon genug Krisen dadurch. Und ich kann das Geschrei dieser Gruppe schon nicht mehr hoeren. Bitte, bitte eine weitere Zinssenkung, bitte, bitte mehr QE und dies alles unterstuetzt durch entsprechende Medien. Hier herrscht nur endlose Gier um jeden Preis. Dies ist ein weiteres grosses Problem unseres Finanzsystems und nicht nur die Schuldenkrise.

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