Schweiz

Notenbank macht 30 Milliarden Verlust

Die Aufgabe des Franken-Mindestkurses kommt die Schweizer Notenbank teuer zu stehen. Trotz der Freigabe des Wechselkurses interveniert die Notenbank weiterhin am Devisenmarkt. Doch diese Eingriffe verpuffen wieder schnell.
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Franken und Euro: Für die Schweizerische Nationalbank haben die beiden Währungen ein schwieriges Verhältnis. Quelle: dpa

Franken und Euro: Für die Schweizerische Nationalbank haben die beiden Währungen ein schwieriges Verhältnis.

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ZürichDie Schweizer Notenbank schreibt im ersten Quartal einen Verlust von 30 Milliarden Franken. 29,3 Milliarden davon stammen aus der Entwertung der riesigen Devisenbestände, die zu 42 Prozent in Euro investiert sind. Verluste auf Gold trugen eine Milliarde zum Verlust bei.

Bis zum 15. Januar 2015 verteidigte die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Franken zum Euro gegen eine zu starke Aufwertung, indem sie den Franken nicht über die Schwelle von 1,20 Franken je Euro aufwerten ließ. Dazu kaufte sie für Milliarden Euro auf.

Am 15. Januar dann gab die Schweizer Notenbank diese Kursgrenze vollkommen überraschend auf, weil ihr die Devisenmarkt-Interventionen zu teuer wurden. Denn die EZB war kurz davor, ihr milliardenschweres Anleihe-Kaufprogramm zu starten, und das ließ bereits im Vorfeld den Euro gegenüber dem Dollar, aber auch gegenüber dem Franken schwächer werden.

Im Zuge der Frankenkursfreigabe wertete der Franken stark auf, von 1,20 Franken je Euro auf 1,045 Franken je Euro. Ende März führte die Notenbank Devisenreserven von 531 Milliarden Franken in der Bilanz; diese bestehen zu 42 Prozent aus Anlangen in Euro. In Franken gerechnet waren damit die Euro-Anlagen auf einmal 13 Prozent weniger wert.

Die wechselkursbedingten Verluste daraus summieren sich auf insgesamt 41,1 Milliarden Franken. Das konnte die SNB mit Gewinnen an andere Stelle zum Teil kompensieren. So profitierte die Notenbank vom positiven Börsenumfeld, ihre Aktienanlagen stiegen um 6,2 Milliarden Franken im Wert. Kursgewinne auf Anleihen brachten 3,7 Milliarden; Zinsen und Dividenden insgesamt knapp zwei Milliarden Franken Ertrag.

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14 Kommentare zu "Schweiz : Notenbank macht 30 Milliarden Verlust"

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  • `Was stärkt die EU und die Eurozone´ ist die Fragestellung, die zu einer fruchtbaren Diskussion und zu zukunfstweisenden Lösungsansätzen führen wird.

    Denn selbst die "starke" Schweiz kann sich nicht abkoppeln vom Geschehen um sie herum in Europa. Dies ist Ausdruck der heute bestehenden globalen Verflechtungen. In gleichem Maße gilt dies für Europa im Weltmaßstab. Wenn Europa wirtschaftspolitisch scheitert, was wird denn dann mit der ach so "starken" Schweiz passieren?
    Wer kann ernsthaft meinen, ein zurück zu nationalen Währungen und Kleinstaaterei könne ein Schritt in die Richtung sein, eine massive wirtschaftliche Schwächung Europas abzuwenden?

    Deutschland hat die Kapazität, sich so oder so zu behaupten. Aber solange es möglich ist, die EU und die Eurozone wieder auf Spur zu bringen, ist dies die intelligentere Option - auch langfristig wirtschaftlich für uns als Exportnation - gerade wir sind auf wirtschaftlich prosperierende Nachbarn angewiesen.

    Was für ein Gewicht hätte ein DM-Deutschland in einem sonst auseinanderfallenden Europa z.B. in der Ukraine-Krise, gegenüber Amerika in Bezug auf Datensicherheit - und ich schreibe dies ganz bewußt auf dem Hintergrund der aktuellen BND/NSA Debatte -, gegenüber China bei wirtschaftlichen Streitigkeiten, ... .

    Nur wenn die EU-Länder verstehen, dass es der intelligentere Weg ist, sich für die Probleme der Zukunft gemeinsam zu positionieren, werden sie auch ihre kurzsichtigen nationalen Egoismen zurückstellen - dann hört auch der "moral hazard" auf, den es nicht nur in Griechenland gibt.

    Die Zukunft nicht nur für Deutschland liegt in einer gefestigten EU und Eurozone.

  • Dieser nSatz sagt doch alles über die "Verluste" aus.
    "Ende März führte die Notenbank Devisenreserven von 531 Milliarden Franken in der Bilanz; diese bestehen zu 42 Prozent aus Anlangen in Euro. In Franken gerechnet waren damit die Euro-Anlagen auf einmal 13 Prozent weniger wert".

  • @Nelly Sachse

    Die Arbeitslosenzahlen gingen erst 2005 nach unten.

    GRund: Die damalige rot-grüne Regierung hat die Zählweise geändert. Dadurch fielen ca 1.5 Mio. Arbeitslose aus der Statistik, selbstverständlich ohne Arbeit zu finden.

    Der EURO als Segen für den Arbeitsmarkt? Pustekuchen.

  • Das war die Notbremse. Hätte sie länger gewartet, hätte sie noch mehr Euros aufkaufen müssen und die Verluste wären immer größer geworden. Das Ende mit Schrecken ist halt doch besser als der Schrecken ohne Ende.

  • Ein typisches Beispiel: Viel Halbwissen, keine Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen, aber denken man habe die Welt verstanden.... Wenn man sich über einen Artikel empört, sollte das schon ein wenig fundiert erfolgen.

  • Der Euro-Raum hat überhaupt keine Probleme, die Deutschen profitieren vom Euro. Er hat uns allen Wohlstand und Frieden gebracht. Ohne den Euro bricht Arbeitslosigkeit und Armut aus - wie in der Zeit vor dem Euro.

  • Auch Mutter Theresa hatte ein dickes Konto in den USA !.... und hat sich lieber dort behandeln lassen als in den so hochgepriesenen eigenen Häusern !

  • Eine Notenbank ist keine Investmentbank. Solche "Verluste" sind für die Notenbank völlig unproblematisch, da die Notenbank die Zahlungsmittel zum Ausgleich der Verluste selbst herstellt oder mit "Gewinnen" der Zukunft verrechnet.

  • Dann lesen Sie es halt nicht und gehen woanders hin! Sie finden sicher irgendein Schmierblatt, das Ihnen nach dem Mund schreibt.

  • Ich bin es so langsam leid, mit dieser Art der einseitigen medialen unterschwelligen Leserbeeinflüssungsversuche.
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    Sie schreiben viel und verstehen wenig (fast nichts), sorry.

    Was erwarten sie denn von "kostenlosen" Berichten, die sie hier lesen können. Wenn man nichts für die "Ware" bezahlt, wird man selbst zur "Ware". Und nun malen sie sich selbst aus, was das HB davon hat, dass sie Leser hier zu Wort melden können.

    Mutter Theresia sitrzt jededenfalls nicht in den Chefetagen der Medien.

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