Sitzung der US-Notenbank

Auftakt zur Woche der Notenbanken

Fed, EZB und die Bank of England: Es ist die Woche der Zentralbanken. Ab heute berät die US-Notenbank, ob sie der schwachen Wirtschaft erneut unter die Arme greift. Die Erwartungen an Fed-Chef Ben Bernanke sind enorm.
Update: 01.08.2012 - 09:36 Uhr 24 Kommentare
US-Notenbankchef Ben Bernanke. Quelle: AFP

US-Notenbankchef Ben Bernanke.

(Foto: AFP)

New YorkEs ist längst ein Ritual. Wann immer Ben Bernanke dazu aussagen muss, ob er der taumelnden amerikanischen Wirtschaft bald abermals unter die Arme greifen wird, sagt der Präsident der US-Notenbank Fed in verschiedenen Varianten stets dies: „Die Fed steht bereit zu handeln, sollte es nötig werden“. Und jedes Mal, auch das gehört zum Ritual, legen die Märkte vor einem solchen Statement erwartungsvoll zu – um sodann wieder nachzugeben, wenn wieder einmal nichts passiert ist.

Gleichwohl gibt es gute Chancen, dass es dieses Mal anders wird. Ab dem heutigen Dienstag treffen sich die Mitglieder des mächtigen Offenmarktausschuss, um über weitere geldpolitische Maßnahmen zu beraten. Am Mittwoch folgt dann eine öffentliche Erklärung. Es ist der Auftakt zur Woche der Notenbanken: Am Donnerstag sind die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England an der Reihe.

In den USA sind die Erwartungen an die Fed gewaltig: Wie lange werden die Notenbanker noch dabei zusehen, wie sich die US-Wirtschaft mehr und mehr eintrübt? Wie die Arbeitslosenquote bei über acht Prozent festgefroren scheint und das Land immer verwundbarer wird gegenüber den Folgen der Krise in Europa?

Der Druck auf Bernanke und die Fed-Gouverneure im Offenmarktausschuss ist seit Freitag vergangener Woche noch einmal gestiegen. Da hatte das Handelsministerium die neuesten Wachstumszahlen vorgelegt, die auch die letzten Optimisten nachdenklich gestimmt haben dürften. Demnach hat das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Quartal nur um 1,5 Prozent zugelegt, nach revidierten zwei Prozent im ersten und 4,1 Prozent im letzten Vierteljahr 2011.

Stillstand in der US-Wirtschaft
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24 Kommentare zu "Sitzung der US-Notenbank: Hilf uns, Ben"

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  • Ja, er sollte der Welt helfen. Ein erster Schritt wäre es, eine vernünftige Notenbankpolitik aufzunehmen die Geldwertstabilität und die Stabilität des Finanzsystems auf marktwirtschaftlicher Basis gewährleistet. OHNE Garantien der Steuerzahler. Mach den Dollar wieder sicher. Und vor allen Dingen: Zeig der US-Regierung, dass diese Neuverschuldung schon viel zu weit gegangen ist.

    Leider wird das nicht passieren, die FED inkl. Mr. Bernanke ist eine kriminelle Vereinigung.

  • Ich möchte auf das Hilfsangebot(?) mit einem Rat von Carmichael antworten: "Go home, kill father and mother and hang up yourself".

  • Die Amis sollten ihren Offenmarktausschuß umbennen in Offenbarungseidausschuß.

    Irgendwann wird ja hoffentlich jemand lernen, daß man mit Geldpolitik keine über Jahrzehnte hinweg gewachsenen strukturellen Mängel besietigen kann.

  • Die PRIVATEN BANKEN, also auch die EZB werden Geld aus dem NICHTS erschaffen und damit NOCH MEHR die Welt fluten.
    Einmal dürft ihr raten, wer bei diesem perversen Spiel der Dumme ist !!!!!
    Sofern noch nicht geschehen, werdet ihr hintenrum enteignet und versklavt. Aber es muss wohl so sein, denn die Menschen schlafen weiter....

  • „Die verfahrene Lage in Washington gilt neben der Euro-Schuldenkrise als einer der Gründe für die Probleme der US-Wirtschaft“. So so.
    Mit ein paar Reförmchen hier und mal da, kann man die größte Krise der Neuzeit, von der wir gerade mal 5% sehen, die die Große Depression in den 30-ern bei weitem in den Schatten stellen wird, nicht lösen.
    Nur ein Reset im Finanzsystem und einem Trennbankensystem ermöglicht den westl. Ind.staaten einen wirtschaftlichen Neuanfang. Und dann die Schaffung neuer Geschäftsmodelle in vielen Staaten, vor allem in den USA und dem UK, die ihren Wohlstand 20 Jahre lang durch die Finanzbetrugsmafia finanzierten und dann die Welt anno 2007 ins Chaos stürzten.
    2007 ist das Perpetuum-Mobile, Leben auf Pump, das die Weltwirtschaft 20 Jahre lang am Laufen hielt, zum Stillstand gekommen.
    Die Amis konnten 20 Jahre lang ihre Immobilien als Kreditkarte nutzen und damit die Nachfrage ankurbeln. Jetzt ist Schluss mit lustig und die Immobilienpreise purzeln immer schneller.
    Die Idee dieses Perpetuum-Mobile war ja nicht mal schlecht. Jedes Haus schafft 2 neue Arbeitsplätze und die Binnenwirtschaft wird massiv angekurbelt. Ziel erreicht.
    ... wenn da nicht die Investmentbankster wären, die sich an diesem Geschäftsmodell labten und es zum Einsturz brachten. Aus den ca. 12 Bio. $ Hypothekendarlehen zauberten die Investmentgangster ein virtuelles Vermögen von ca. 600 Bio. $, mit AAA versehen und heißer Luft versehen, und verkauften diese Weihnachtspakete vor allem an die stupid Europeans, die so den Wohlstand der USA mitfinanzierten.
    Die Banken weltweit haben diese wertlosen Papierschnipsel aus den Bilanzen in Schattenbanken ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren. Die 3 größten US-Banken sitzen auf über 200 Bio. $ dieser wertloser Papierschnipsel.
    Und diese größte Krise der Neuzeit will man mit a bissl Zinssenkung hier und Liquiditätszugabe für die Zocker da lösen??? Wer hat da in der Schule nicht aufgepasst ...

  • 35% des US-Haushaltes werden seit Jahren über neue Schulden finanziert. Dafür bekommt man dann 1,5% Wachstum. Die USA sind einer der kaputtesten Volkswirtschaften der Welt. Wass soll´s - die dumme Fachpresse + Analysten etc. jubeln. Dümmer geht´s nimmer.

  • Ja,hilf uns und nimm dir endlich einen Strick!

  • Der US-Notenbankchef Ben Bernanke versucht verzweifelt die Wirtschaft der Vereinigten Staaten von Amerika am Laufen zu halten. Regelmäßig wird die Trickkiste der Notenpresse aufgemacht. Die Schulden der USA belaufen sich bei rund 15 Billionen US Dollar.

    Dieses Modell der ständigen Neuverschuldung wollen die amerikanischen Ökonomen über Europa stülpen. Was für schlaue Vorbilder, die im Immobilienchaos der USA mitgemischt haben und die Immobilienblase 2007/2008 zum platzen brachten, wollen Europa belehren.

    Europa könnte die Schuldenkriese innerhalb 1 bis 2 Jahren ohne Rettungsschirme (ESM) mittels „Zwei Gemeinschaftswährungen“ oder mit den „Einzelnen Nationalwährungen“ überwinden.

    Kein europäisches Land wird seine Souveränitäten aufgeben, das lässt die Bevölkerung nicht zu. Die Souveränitäten verkörpern die Werte wie Charakter, Mentalität, Demokratie, soziale Errungenschaften, Nationalstolz, Identität, Zugehörigkeit und vieles mehr. Darüber sollten unsere Politiker einmal nachdenken.

  • ich habe Ben nicht um Hilfe gebeten, mit Euthanasie will ich mich im Augenblick noch nicht beschäftigen !!! Aber wenn das Volk unbedingt "Fight fire with fire" spielen will, dann gibt es halt irgendwann noch dafür eins auf die Mütze..!

  • Dilettanten-Pen go home to your own toilett!

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