Spaniens Notenbankchef
„Keine Anzeichen für stärkere Inflation“

Auch wenn die Juli-Inflation in Spanien leicht über den Erwartungen lag, sieht der Notenbankchef Luis Maria Linde die Teuerungsrate im Euro-Raum noch nicht auf einem klaren Wachstumspfad. Das EZB-Ziel sei noch in Ferne.
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Spaniens Notenbank-Gouverneur Luis Maria Linde macht noch keine Anzeichen für ein Ende der schwachen Inflationsentwicklung im Euro-Raum aus. „Es gibt noch keine soliden Hinweise darauf, dass sich die Inflation auf einem aufwärts gerichteten Pfad befindet, der uns dauerhaft näher an unser Zwei-Prozent-Ziel heranführt“, teilte Linde am Montag im nordspanischen Aviles mit. Die EZB strebt eine Teuerung von knapp zwei Prozent als optimalen Wert für die Wirtschaft im Euro-Raum an. Davon ist sie aber deutlich entfernt. Trotz billionenschwerer Geldspritzen und einem Leitzins auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent lag die Inflationsrate im Juli lediglich bei 1,3 Prozent – und damit im von Experten vorhergesagten Bereich.

Mit Spannung waren die Juli-Zahlen deswegen erwartet worden, weil die in der vergangenen Woche veröffentlichte Preisniveausteigerung in der Bundesrepublik mit 1,7 Prozent überraschend hoch ausgefallen war. Auch Spaniens Verbraucherpreise zeigten sich mit einer Teuerung von ebenfalls 1,7 Prozent über den Prognosen.

Linde zufolge hat die wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum zwar dafür gesorgt, dass einige Ungleichgewichte behoben wurden. Als Folgen der Krise seien die Arbeitslosigkeit und die Staatsverschuldung aber immer noch hoch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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