Stabilitätspolitik
Schäuble sieht Geldpolitik nicht als Lösung

Finanzminister Schäuble widerspricht Spekulationen zu einem Streit in der Koalition über den Kurs der europäischen Stabilitätspolitik. Die Geldpolitik der vergangenen Jahre führe hingegen nicht zur endgültigen Lösung.
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BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Darstellungen über einen Streit in der Bundesregierung über den Kurs der Stabilitätspolitik in Europa widersprochen. „Wir haben ja auch keine Differenzen, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk mit Blick auf Äußerungen von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Dieser hatte dafür plädiert, Problemländern gegebenenfalls mehr Zeit zur Haushaltssanierung zu geben. Zugleich warnte Schäuble mit Blick auf die Rolle der Geldpolitik bei der Lösung von Schwierigkeiten: „Wir können mit der Geldpolitik dafür sorgen, dass wir vorübergehend Zeit gewinnen. Aber die Probleme lösen müsse die Wirtschafts- und Finanzpolitik.

Europa befinde sich nach der EU-Staatsschuldenkrise inzwischen in einer stabilen Lage, sagte Schäuble weiter. Über den Berg sei man aber noch nicht. Er sprach auch davon, dass derzeit "Geld fast in einem Übermaß nach Europa strebt".

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Stabilitätspolitik: Schäuble sieht Geldpolitik nicht als Lösung"

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  • keiner der Pfeifen sagt uns, dass sie nur all´ unser Geld wollen.

  • Während Gabriel ein dumm-dreister, aufgeblasener Schaumschläger ist,
    ist Schäuble ein hinterhältiger, gefährlicher Fanatiker.

  • Der Bundesfinanzminister verschweigt den weit folgenreicheren Streit in der EU, wonach Frankreich und Italien ihre Stimme für Juncker als EU–Präsidenten verweigern wollen, wenn der Euro nicht abgewertet, d.h. aufgeweicht wird. Vor allem die Bundeskanzlerin befindet sich da in einem üblen, selbst verschuldeten Dilemma. Dem bereits weitgehend gescheiterten „Fiskal- und Stabilitätspakt“ würde das endgültige Aus drohen. Herr Schäuble sollte besser dazu Stellung nehmen; denn eine Euro–Abwertung würde vor al-lem die Bevölkerung der BRD (be) treffen. Von seinen früheren Selbst- und Fremdtäu-schungen, dass die Euro–Krise überwunden sei, rückt er immerhin ganz „laaangsam" ab.

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