Trotz niedriger Inflation
Kartoffelpreis steigt um ein Drittel

Die deutschen Verbraucherpreise sind im Oktober leicht gestiegen. Das liegt vor allem an sinkenden Energiepreisen. Für einzelne Produkte müssen Verbraucher trotzdem deutlich mehr zahlen.

Die deutsche Inflationsrate lag im Oktober um 0,3 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Damit habe sich die Inflation gegenüber den Vormonaten leicht erhöht, bewege sich jedoch "weiterhin auf niedrigem Niveau". Im Vergleich zum September gab es im Oktober keine Veränderung bei den Verbraucherpreisen. Das liegt vor allem an den weiterhin gesunkenen Energiepreisen. Sie haben die Verbraucherpreise in Deutschland nur leicht ansteigen lassen.
Gegenüber dem Vorjahresmonat war Energie im Oktober 8,6 Prozent günstiger. Sowohl Kraftstoffe als auch Haushaltsenergie seien "erheblich günstiger" gewesen als ein Jahr zuvor, erklärte das Statistische Bundesamt. "Verbraucherfreundlich" sei trotz Beginn der Heizperiode besonders die Preisentwicklung bei leichtem Heizöl gewesen. Dafür musste 24,5 Prozent weniger gezahlt werden als im Vorjahresmonat.

Teurer wurden dagegen Nahrungsmittel. Hier legten die Preise im Oktober um 1,6 Prozent zu. Deutlich mehr mussten Verbraucher demnach für Obst und Gemüse zahlen. Für Kartoffeln beispielsweise wurden 30,7 Prozent mehr fällig als im Vorjahresmonat, für Äpfel 10,9 Prozent. Auch Süßwaren und Fisch wurden teurer, während Verbraucher für Molkereiprodukte und Eier weniger zahlen mussten.
Während die Preise für Waren wie Unterhaltungselektronik und Telefone im Vormonat sanken, erhöhten sich die Preise für Dienstleistungen. Deutlich teurer wurden binnen Jahresfrist laut den Statistikern beispielsweise Taxifahrten mit einem Plus von 13,4 Prozent. Auch der Gang zum Friseur, in Restaurants oder Cafés wurde demnach teurer.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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