Türkei, Südafrika, Indien Anleitung zum Währungscrash

Die Türkei, Südafrika und Indien kämpfen gegen den Verfall ihrer Währungen. Es droht ein Teufelskreis aus Abwertung, höheren Schulden und Rezession. Die Geschichte zeigt: Währungskrisen geraten schnell außer Kontrolle.
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Anschnallen, bitte! Die Währungen der Schwellenländer befinden sich im Sturzflug. Quelle: Getty Images

Anschnallen, bitte! Die Währungen der Schwellenländer befinden sich im Sturzflug.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfDie Währungen der Schwellenländer stürzen ab – und mit ihnen ganze Volkswirtschaften. Nach Jahren des Booms stehen Ländern wie der Türkei, Südafrika oder Indien harte Zeiten bevor. Sie geraten in einen Abwärtsstrudel aus Währungsverfall, Rezession und Finanzkrise.

„Die Risiken sind unglaublich hoch in einer neuen und alarmierenden Phase, in der es mehr und mehr nach einer sich auswachsenden Schwellenländer-Krise aussieht“, sagte John Cairns von der südafrikanischen Rand Merchant Bank. Die Kapitalflucht aus diesen Staaten könne die gesamte Weltwirtschaft nach unten ziehen, warnt der Experte.

Auch am Donnerstag standen die Schwellenländer-Währungen unter Druck. Die türkische Lira fiel zeitweise um mehr als ein Prozent auf 2,30 Dollar – in den vergangenen zwölf Monaten hat sie 30 Prozent an Wert verloren. Selbst eine drastische Erhöhung der Zinsen konnte die Talfahrt bislang nicht stoppen. Nach einer Krisensitzung hatte die türkische Zentralbank am Dienstagabend den Leitzins von 4,5 auf 10,0 Prozent angehoben.

Dramatisch ist die Lage auch in Südafrika. Der südafrikanische Rand ist auf Sicht von zwölf Monaten um 24 Prozent gefallen. Die Notenbank reagierte jüngst mit einer Zinserhöhung. In Indien ist die Rupie gegen den Dollar im selben Zeitraum um 18 Prozent gefallen. Auch hier versucht die Zentralbank mit höheren Zinsen gegenzusteuern. Russlands Zentralbank kündigte am Donnerstag an, den Rubel notfalls mit massiven Eingriffen am Devisenmarkt stützen zu wollen. Dazu würden „unbegrenzte Mittel“ zur Stabilisierung eingesetzt, um den Rubel im angestrebten Zielkorridor zu halten.

Doch die verzweifelten Maßnahmen könnten zu spät kommen. In den Jahren des Booms, als Investoren ihr Geld in die Schwellenländer brachten, wäre Zeit gewesen, Vorkehrungen zu treffen. Doch nun haben sich die Kapitalströme umgekehrt. Die Währungskrise lässt sich kaum noch aufhalten. „Besorgniserregend ist, dass wichtige Zentralbanken in den Schwellenländern ihre geldpolitischen Zügel angezogen haben, um ihre Währungen zu verteidigen und ziemlich kläglich gescheitert sind“, sagte RBS-Marktstratege Abbas Ameli-Renani.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie verheerend solche Währungskrisen ablaufen können. Ein Drama in fünf Akten.

 

I. Währung stürzt ab
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30 Kommentare zu "Türkei, Südafrika, Indien: Anleitung zum Währungscrash"

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  • @Eurowahn

    Das von den internationalen Bankstern aus der Luft erzeugte Kreditgeld, welches die Bankster nur gegen Realvermögen als "Sicherheit" aushändigen, ist das vielleicht größte methodische Verbrechen der Geschichte!

    Am Ende der Privatisierung wird die Welt einer kleinen Gruppe an internationalen Bankstern gehören.

    Es ist an der Zeit, dass die Menschheit erwacht!

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen.

  • Das ganz erinnert irgendwie an die Südostasienkrise um 1997/8. Damals waren die Währungen vieler südostasiatischer Länder an den Dollar gebunden, der Wechselkurs zu hoch.
    Viel Geld war in diese Länder geflossen und floss wieder ab, da sich die Erwartungen nicht erfüllt hatten.
    Die Bindung wurde gelöst, die Währungen werteten ab.
    Kurze Zeit später hatten sich die Länder von ihrer Krise erholt. Es war alles ganz anders als heute in Südeuropa, wo Länder mit dem Euro geschlagen sind, dem sie nicht entkommen können oder wollen.

  • "Um Investoren anzulocken, muss der Staat höhere Zinsen bieten. Damit verteuert sich die Finanzierung von neuen Schulden"....wo ist da der Widerspruch?? Richtig. Wenn der Staat das Geld schöpfen würde, dann würde er Zinseinnahmen erhalten statt sie zu bezahlen. Was schliessen wir daraus? Richtig. Dass die Geldschöpfung nicht in der Hand des Staates und seiner Bürger liegt. Was schliessen wir daraus? Dass immer mehr Geld geschöpft wird, eine stetige Entwertung des Geldes stattfindet da die Geldmenge erhöht wird. Wer kriegt die Entwertung? Genau, der Bürger und der Staat. Wer bekommt die Zinseinnahmen? Die Geldschöpfer. Für wen gilt also in Wahrheit die Inflation? der ersten Gruppe. Wer profitiert von der Geldvermehrung und Entwertung? die kleine Gruppe der Geldschöpfer. Wie wird Geld gemacht? Durch Kredite, Schuldversprechen. Man tippt den Betrag den der Schuldner sich leihen möchte einfach in den PC...und fertig ist das neue Geld. Wo ist dies alles geregelt? Im Gesetz. Gibt es dort eine Möglichkeit ein anderes Geld zu verwenden wo nicht Bürger und Staat die ewigen Verlierer sind? Nein, denn es besteht Annahmepflicht dieses Zinsgeldes. Wie lässt sich der Zins von Morgen überhaupt bezahlen? Gar nicht, irgendeiner muss die Schulden aufnehmen für den Zins der Zukunft. Das heisst es ist immer zu wenig Geld da, gleichzeitig muss aber immer mehr geschaffen werden, mit Zins. Was kommt nach dem Zins? Der Zinseszins. wie wächst der? Exponentiell. Was wächst denn noch exponentiell ausser den Schulden aus dem Geldsystem? Krebs. Gibt es eine Grenze für dieses Wachstum? Ja, den Tod des Wirts.

    So oder so ähnlich stelle ich mir einen Schulunterricht in der Zukunft vor. Nachdem gelungen war das Problem zu erkennen, statt es zu verwalten. Dann sind Kinder wieder wirklich unsere Zukunft.

  • @NeugierigerFreund

    "Vielleicht hat die Demokratie ein Problem, oder?"

    Seit wann haben wir denn in Deutschland eine Demokratie?

    Wie kann man in einer Gesellschaft in der private Bankenkartelle bzw. deren Eigentümer das Geldmonopol haben, und Kreditgeld (per Kredit) aus dem NICHTS schaffen und damit die ganze Menschheit verschulden bzw. versklaven, von einer Demokratie sprechen?

    Spielt es eine Rolle was die Welt kosten, wenn private Banken-Kartelle bzw. deren Eigentümer Geld aus dem NICHTS schöpfen?

    Präsident Kennedy unterzeichnete am 4. Juni 1963 ein präsidiales Dokument die"executive order number 11110" (Sein Todesurteil). Dieser präsidiale Beschluss ermächtigte den Präsidenten der Vereinigten Staaten, die Herstellung von Geld wieder in die Gewalt des Staates zurückzubringen!

    Weg vom Kreditgeld der privaten FED die damit die ganze Welt verschuldet/versklavt!

    5 Monate nach der Unterzeichnung wurde Kennedy ermordet!

    Die (noch am selben Mordtag!) erste Amtshandlung seines Nachfolgers, des vorherigen Vize-Präsidenten und Hochgrad-Freimaurers (32. Grad) Lyndon Baines Johnson, eines skrupellosen, hoch kriminellen Hochfinanz-Handlangers, war es, Kennedys präsidialen Beschluss wieder aufzuheben, die bereits ausgegebenen Scheine wieder einziehen und mit den schon gedruckten einstampfen zu lassen.

    Ist das der Grund, warum sich kein Politiker traut die wahre Ursache unserer Probleme jemals anzugehen: nämlich das verzinste Kreditgeldsystem der int. Bankster?

    Warum erfahren wir in den gleichgeschalteten Massenmedien nichts über das Schuldgeldsystem der Bankster?

    Wer steht hinter den gleichgeschalteten Massenmedien?

  • @Heidi

    Das vergangene Jahr war für Goldanleger sicher nicht eben glänzend. Tatsächlich verlor das Edelmetall beinahe ein Drittel seines Wertes. Und in den gleichgeschalteten Mainstreammedien erschienen bereits die ersten Abgesänge auf den angeblich nicht mehr existierenden "sicheren Hafen". ZEIT Online schrieb sogar von einer "großen Gold-Pleite".

    Ein Minus von rund 30 Prozent mag zwar ein
    herber Rückschlag sein, doch zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass der Goldpreis zwischen 2001 und Ende 2013 um sage und schreibe über 340 Prozent gestiegen ist.

    Das entspricht einem formidablen Wertzuwachs von durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr.
    Wahrlich keine Pleite.

    Am Ende zählt die Unze in der Hand und nicht der Papierschein auf der Bank!

    Jeder der das nicht versteht, sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" bzw. "Das Zwangsgeldsystem Mario Fleischmann" oder "Prof. Bernd Senf - Tiefere Ursachen der Krise" suchen.

  • Einen Währungscrash geht immer der ungerechten Verteilung von unten nach oben voraus.

    Die Industrie und die Wirtschaft kriegen den Rachen nicht voll genug. Der ungezügelte Konkurrenzkampf in der Wirtschaft ist das Problem. Zudem wird die Gemeinschaftswährung mit dem Euro der Welt auf die Füße fallen. Hier ist Dezentralisierung und nicht Zentralisierung angesagt.

    Heizung (Gas, Kohle, Öl), Strom und Wasser sollten dem Staat gehören. Das sind wichtige Elemente zum Überleben der Bevölkerung, gehört nicht in manipulierte Hände weniger. Und da fängt das schon an.

  • Wohlstand auf Pump funktioniert auf Dauer nicht !

    Das Hauptproblem sind die Leistungsbilanzdefizite dieser Länder. Das ist Wohlstand auf Pump. Das geht auf Dauer nicht und endet in einem Crash.

    Warum ist der Euro gegenüber diesen Währungen so stark:

    Weil die Eurozone einen Leistungsbilanzüberschuss hat, hauptsächlich durch Deutschland.

    pleiti aus Österreich

  • Wie oft wollen Sie Ihren Mist noch abschicke?
    Gibt bessere Kommentare die lesenswert sind.

  • "Ich habe nichts gegen Geld!"

    Nein das stimmt Sie haben zuviel dafür.

    Nicht alles Geld ist privat das stimmt so auch nicht.
    Kredite müssen zurückgezahlt werden sonst ist die Bank pleite.

    Sie können ja gerne eine neue Währung einführen.
    Oder auch eine neue Bank gründen.

    Währungen mit Edelmetalen zu hinterlegen ist in Zeiten in denen
    auch Gold ein Industrierohstoff ist nicht mehr sinnvoll.

    Geld limitiert verdammt nochmal nicht unsere Erde sondern es
    sind die Rohstoffe und die Arbeitszeit.

    Beides ist nicht unendlich vorhanden.

    Geld ist im Grunde vollkommen irrelevant den man kann es weder
    essen noch kann man damit ein Haus bauen.

    Lassen sie doch einfach die bösen Banken ihren
    "Wahnsinn" weiter machen.

    Wir können trotzdem sehr viele Probleme lösen.
    Es gibt nicht fast eine Milliarde Menschen den es sch*** geht
    weil es Zinsen und Kredite gibt.

    Sondern weil die Menschen gierig sind.
    Und das werden sie wohl kaum mit anderem Geld ändern.
    Denn auch mit "Umlaufbesichertem Geld" oder was auch immer
    werden sie Leute haben die mehr wollen als Andere.
    Sei es verdient oder nicht.

    Es ist eine Illusion das man unser Verhalten das wir seit
    Jahrhunderten haben mal eben ändern könnte.

    Wären Sie etwa nicht gerne ein Bankster mit Millionengehältern?
    Egal was sie sagen es ist vermutlich eine Lüge.

    Die Meisten wollen reich und schön werden und auf Kosten
    der Anderen leben.

    Die Menschen denken das sie Geld wollen und das es das Wichtigste
    in Ihrem Leben ist aber das ist eine Lüge den sie brauchen es
    schlichtweg nur zum Handeln.

    Und solange die Menschen denken das sie Geld wollen wird man sie
    damit versklaven.

  • @briC_smit:
    "BOYKOTTIERT ALLE US WAREN um den Niedergang der USA zu beschleunigen! Dürfte nicht allzu schwer fallen..."

    Bitte fangen Sie damit an und werfen Ihren US-verseuchten PC aus dem Fenster. Dann haben wir hier Ruhe vor Ihnen

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