Umbau des EZB-Direktoriums: Coeure erhält als EZB-„Außenminister“ mehr Macht

Umbau des EZB-Direktoriums
Coeure erhält als EZB-„Außenminister“ mehr Macht

Der Bereich „Internationale und europäische Beziehungen“ ist sehr wichtig im EZB-Direktorium. Diesen Posten verantwortet nun der Franzose Benoit Coeure – als Nachfolger von Jörg Asmusssen.
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FrankfurtDer Franzose Benoit Coeure bekommt nach dem Umbau im mächtigen EZB-Direktorium mehr Einfluss. Der jüngste der sechs EZB-Direktoren wird künftig auch für den wichtigen Bereich „Internationale und europäische Beziehungen“ verantwortlich sein, teilte die EZB am Dienstag in Frankfurt mit. Er ist damit Nachfolger von Jörg Asmussen als „Außenminister“ der Europäischen Zentralbank (EZB).

Asmussen ist kürzlich als Staatssekretär ins Arbeits- und Sozialministerium nach Berlin gegangen. Sein überraschender Wechsel in die neue Bundesregierung hatte dafür gesorgt, dass EZB-Präsident Mario Draghi die Zuständigkeiten in seinem engsten Team neu verteilen musste. Coeure behält dabei die Hoheit über den Bereich „Marktoperationen“, ist also weiterhin für die konkrete Umsetzung der Geldpolitik zuständig.

Asmussens deutsche Nachfolgerin Sabine Lautenschläger wird künftig im EZB-Direktorium erwartungsgemäß für die Aufsicht über die Banken in der Euro-Zone zuständig sein. Die 49-jährige frühere Vizepräsidentin der Bundesbank ist international als Bankenexpertin anerkannt und hatte sowohl bei der Bundesbank als auch bei der Finanzaufsicht Bafin die Institute überwacht. Sie will nun gemeinsam mit der Französin Daniele Nouy die unter dem Dach der EZB entstehende Aufsicht über die Banken der Euro-Zone aufbauen und leiten. Formal ist Nouy die Vorsitzende des Gremiums, Lautenschläger ihre Stellvertreterin.

EZB-Chefvolkswirt bleibt der in Deutschland geborene Belgier Peter Praet. EZB-Vizepräsident Vitor Constancio verliert zwar seine bisherige Zuständigkeit für den Aufbau der Bankenaufsicht an Lautenschläger, ist aber weiterhin für den wichtigen Bereich Finanzstabilität verantwortlich. EZB-Präsident Mario Draghi behält neben seinen Repräsentationsaufgaben und der Leitung der Sitzungen des für die Geldpolitik entscheidenden EZB-Rats das Ressort Kommunikation. Der Luxemburger Yves Mersch bleibt zuständig für Banknoten und Risikomanagement. Er hatte sich wie Constancio bis zur Ankunft Lautenschlägers Chancen ausgerechnet, mit dem Aufbau des Prestigeprojekts Bankenaufsicht betraut zu werden.

Das EZB-Direktorium ist seit Gründung der EZB auch Spielball nationaler Interessen und Machtspiele. Seit Mitte 1998 gehören dem Führungsteam der EZB stets je ein Vertreter aus Deutschland, Frankreich und Italien an. Für Deutschland waren vor Asmussen die beiden früheren Chefökonomen Otmar Issing und Jürgen Stark dort vertreten. Dass Draghi nach dem Rücktritt Starks mit Peter Praet erstmals einen nicht von Deutschland entsandten Chefökonomen berief, hatte für einen Aufschrei gesorgt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • nach 1 jahr Entscheidung zum Urteil kommt nun das weiterreichen? dann kommt in dem Finanzcirkus das finale!

  • Mittlerweile ist die Situation perfekt, um aus der Fehlkonstruktion "Lira-Eurozone" auszusteigen.

    Nur noch Betrüger- und Schmarotzerstaaten stellen die Führungsriege. Es wird Zeit zu gehen.

    Die Politiker haben kein Recht Lebensversicherungen und Sparvermögen der Deutschen zu inflationieren!

    Die Lira-Eurozone ist die größte Fehlkonstruktion in der Geschichte der Menschheit!

  • Die Herren Kohl, Waigel und Genscher nicht vergessen. Die haben uns dort verraten und verkauft, nein verschenkt Seit 12 Jahren haben wir jetzt keine Währung mehr, die sich als Wertaufbewahrungsmittel für mehr als 3 Tage eignet. Selbst zu der unverholenen direkten Staatsfinanzierung in Irland und Italien kommt aus dem Drecksbankkasten nur ein Schulterzucken oder wurde gar aktiv unterstützt.

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