Umfrageergebnis
Mini-Zinsen vermiesen Deutschen die Sparlaune

Ergebnisse einer Bausparkassenumfrage zeigen, dass die jüngste Zinssenkung der EZB den Deutschen die Lust aufs Sparen verdirbt. Ein Ende der EZB-Politik des billigen Geldes ist nicht in Sicht.
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BerlinDie jüngste Zinssenkung der Europäischen Zentralbank verdirbt den Deutschen die Sparlaune. Wie aus einer Umfrage der Privaten Bausparkassen hervorgeht, legten im Sommer nur noch 40 Prozent der Bürger Geld auf die hohe Kante. Dies sei mit Abstand der niedrigste Wert seit Beginn der Umfrage 1997, teilte der Dachverband am Mittwoch mit. Vor einem Jahr seien es noch 49 Prozent gewesen.

„Den Deutschen vergeht angesichts der Mini-Zinsen langsam die Sparlust, erklärte Verbandschef Andreas Zehnder. Dies sei mit Blick auf die Altersvorsorge alarmierend. Denn die Niedrigzinspolitik der EZB fördere „das Gegenmodell zum Sparen: das von der Hand in den Mund Leben.

Zuletzt hatten auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken, deren Geschäft unter den niedrigen Zinsen leidet, eine Ende der EZB-Politik des billigen Geldes gefordert. Andererseits kurbeln die niedrigen Zinsen den Konsum und damit auch das Wirtschaftswachstum an. Die Kauflaune der Deutschen ist nach Angaben der GfK-Marktforscher derzeit so gut wie seit 2006 nicht mehr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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