US-Notenbank Fed Die dritte Zinserhöhung im laufenden Jahr

Die US-Notenbank Fed erhöht zum dritten Mal im laufenden Jahr den Leitzins. 2018 sollen drei weitere Zinserhöhungen folgen. Damit reagieren die Währungshüter auf den konjunkturellen Aufschwung in den USA.
Update: 13.12.2017 - 20:54 Uhr Kommentieren
Die US-Notenbank reagiert auf den konjunkturellen Aufschwung. Quelle: AP
Fed-Gebäude

Die US-Notenbank reagiert auf den konjunkturellen Aufschwung.

(Foto: AP)

WashingtonDie US-Notenbank Fed hat die Leitzinsen erneut erhöht und will die Zügel nächstes Jahr weiter straffen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld steigt um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,25 bis 1,50 Prozent, wie die Fed am Mittwoch mitteilte. Die Entscheidung fiel mit sieben zu zwei Stimmen: Die beiden Führungsmitglieder Neel Kashkari und Charles Evans konnten sich mit ihrem Plädoyer für gleichbleibende Zinsen nicht durchsetzen. 2018 und 2019 sollen jeweils drei weitere Schritte folgen, wie die Fed in ihrem Zinsausblick signalisiert. Sie reagiert damit auf den anhaltenden Aufschwung in den USA, wo praktisch Vollbeschäftigung herrscht.

Der Zinsschritt dürfte die letzte große Entscheidung von Fed-Chefin Janet Yellen gewesen sein, die Anfang Februar abtritt. Ihr designierter Nachfolger, der langjährige Fed-Direktor Jerome Powell, gilt Investoren als Garant der Stabilität, auch weil er unter Yellens Führung jede große Entscheidung mitgetragen hat - so auch die Zinserhöhungen im März und Juni 2017.

"Yellen geht und Powell kommt. Am geldpolitischen Kurs der Fed wird sich auch unter der neuen Führung 2018 nichts ändern", so Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. An den Finanzmärkten wird nun für März mit dem nächsten Zinsschritt nach oben gerechnet. Allerdings sind viele Händler nicht davon überzeugt, dass danach noch zwei weitere im kommenden Jahr hinzukommen werden. Sie tippen eher auf insgesamt nur zwei Erhöhungen 2018.

Die US-Währungshüter erwarten, dass die amerikanische Wirtschaft nächstes Jahr um 2,5 Prozent wachsen dürfte. Im September hatten sie lediglich ein Plus von 2,1 Prozent veranschlagt. Sie dürften nun bei ihren Prognosen auch die von US-Präsident Donald Trump angestrebte Steuerreform mit ins Kalkül genommen haben. Trump hat angekündigt, die Reform noch vor Jahresende unterzeichnen zu wollen. Er will Bürger und Unternehmen erheblich entlasten. Sein erklärte Ziel ist es, die Wachstumsrate der US-Wirtschaft mittelfristig auf mindestens drei Prozent hochzutreiben. 2016 lag das Plus bei 1,5 Prozent.

  • rtr
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