US-Notenbank
Fed verzichtet auf neue Konjunkturmaßnahmen

Erst einmal passiert nichts. US-Notenbankchef Ben Bernanke zeichnet ein düsteres Bild der US-Wirtschaft in den nächsten zwei Jahren, will aber vorerst nicht mit einer weiteren Konjunkturspritze eingreifen. Vorerst.
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WashingtonAngesichts der schwachen Wirtschaft in den USA mehren sich die Signale für neue Konjunkturmaßnahmen der Notenbank. Doch die Federal Reserve (Fed) will warten. Am Mittwoch teilte sie in Washington mit, sie werde mit weiteren geldpolitische Maßnahmen ergreifen, falls dies für eine stärkere wirtschaftliche Erholung nötig sei.

Sie formulierte damit ihre Bereitschaft zum Eingreifen klarer als zuvor. Hintergrund ist die Ansicht des Offenmarktausschusses der Zentralbank, dass die US-Konjunktur im ersten Halbjahr nachgelassen habe. Zudem bestünden weiter „deutliche Abwärtsrisiken“.

Vorerst hielt sich der Ausschuss um Notenbankchef Ben Bernanke jedoch mit konkreten Ankündigungen zurück.

Den Leitzins beließen die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke bei null bis 0,25 Prozent. Zudem signalisierte die Fed erneut, den Schlüsselzins bis tief ins Jahr 2014 hinein auf ultraniedrigem Niveau belassen zu wollen.

Auch die Konjunkturmaßnahme „Operation Twist“ werde wie zuvor angekündigt bis zum Jahresende fortgesetzt. Dabei werden kurzfristig fällige Anleihen aus ihrem Bestand gegen langlaufende Papiere getauscht. Das soll Zinsen etwa für Unternehmenskredite oder Immobiliendarlehen weiter in den Keller drücken.

Mit der Politik des günstigen Geldes versucht die Fed seit Ende 2008, die US-Konjunktur nach der Wirtschaftskrise zu befeuern. Die Wirtschaftslage bleibt nach Einschätzung der Fed aber schwierig. „Die wirtschaftliche Aktivität hat sich in der ersten Hälfte dieses Jahres abgeschwächt“, erklärte die Notenbank.

Die Wirtschaftsleistung war im zweiten Quartal mit aufs Jahr hochgerechnet 1,5 Prozent enttäuschend ausgefallen. Auch die weiterhin hohe Arbeitslosenrate von 8,2 Prozent bereitet den Notenbankern nach wie vor Kopfzerbrechen. Die Notenbank schätzt, dass die Arbeitslosenrate bis Ende 2014 auf sieben Prozent oder darüber bleibt.

Zudem schwächelt die Industrie, während sich zumindest am Häusermarkt eine Besserung abzeichnet.

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  • Ich schreibe doch völlig normal?!^^

    Normalerweise lieber in meiner 'geschossenen Gesellschaft' der Apothekerkollegen. Dort gehöre ich auch her hin, als hier.


    Es gibt definitiv keine Pattform! ...die muß erst noch erfunden werden und dafür benötigen wir Geld, Knowhow, Zeit und Idealismus.

    Wir mit dem Apotheken-A haben keine Zeit mehr - es geht um Zusammenhalt. Den haben wir nicht einmal nnrhab der demokratischen Gruppe.

    Wenn Sie über die Grenzen sehen, dann sehen nicht einmal überall demokratische Gruppen.

    Das Problem ist gewaltig, aber wir Apotheker haben europaweite Mechanismen, die es nur bei uns gibt: FIP, PGEU, ABDA usw...

    Aber es gibt auch banale Probleme, wie Sprache, grenzüberschreitenen Vesandhandel usw...

    Deswegen mein Vorschlag: Datenautobahn um die Einflußfaktoren auf das System zu erkennen.

    Wir machen uns große Sorgen, denn die Politik fängt gerade in Deutschland an, Privateigentum der Apotheker unter dem Aspekt monetärer Interessen der 'Gesellschaft' abzuschmelzen.

    Die Lage scheint ausweglos, der Nachwuchs fehlt, das Geld ist knapp, die Gestaltung der Vergütung sehr kompliziert, Demotivation durch fehlende variable Vergütungskomponente.

    Die Zahlenspiele des BMG sind Augenwischerei und Spiel auf Zeit...

  • ja jetzt gibt es diese Plattform nachdem die Gerichte die Einsprüche der Apotheken abgewiesen haben, erinnern Sie sich an die Anfangszeit von Doc Morris.
    Übrigens könnten Sie auch so schreiben, das es Normale Menschen verstehen können, diese schreibweise erinnert stark an Versicherungsdeutsch.

  • pardon. Mit Sprunginnovation meine ich den 'gemeinsamn Marktplatz' im Internet.

    Ein Internetshop mit 21.500 angeschlossenen Apotheken.

    ...vorbildlich und zukunftsweisend mehr als 21.000 eigenständige Unternehmen unter einer Dachmarke innerhalb Europas zusammenzufassen .

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