US-Notenbanker Bullard
Zinserhöhung „womöglich nicht weit entfernt“

Die meisten US-Notenbanker wählen ihre Worte weise. So auch James Bullard. Für den Fed-Chef von St. Louis ist eine Zinserhöhung „womöglich nicht weit weg“ – vorausgesetzt, die Wirtschaft entwickle sich wie erwartet.

New YorkEine weitere Zinserhöhung in den USA ist nach Ansicht eines führenden Notenbankers wohl nur noch eine Frage der Zeit. Ein solcher Schritt sei „womöglich nicht weit weg“, sagte der Chef der Federal Reserve von St. Louis, James Bullard, am Donnerstag. Er verwies darauf, dass die obersten Währungshüter der US-Notenbank Fed ihre Konjunkturprognosen zuletzt nur leicht zurückgeschraubt hätten. Eine baldige Zinserhöhung sei daher möglich, „vorausgesetzt die Wirtschaft entwickelt sich wie erwartet“, fügte das Fed-Führungsmitglied hinzu. Bullard ist dieses Jahr im Offenmarktausschuss stimmberechtigt, der über die Zinspolitik entscheidet.

Die Fed hatte im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren ihre Geldpolitik gestrafft, danach aber pausiert. Fed-Chefin Janet Yellen hat nach dem jüngsten Zinsbeschluss signalisiert, dass die Notenbank die geldpolitischen Zügel nur behutsam anziehen wird. Derzeit hält sie die Leitzinsen in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Viele Beobachter rechnen nur mit zwei kleinen Schritten nach oben in diesem Jahr. Als ein geeigneter Zeitpunkt für die nächste Anhebung gilt der Juni, aber auch eine Erhöhung im April scheint nicht vom Tisch zu sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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