US-Notenbanker
Zinserhöhung könnte bereits 2013 kommen

Niedrigzinsen bis 2014 hat die US-Notenbank versprochen. Doch in den eigenen Reihen regt sich Widerstand gegen die Geldpolitik. Ein Mitglied des Offenmarktausschusses wirbt bereits für eine Erhöhung der Zinsen.
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NorfolkDie US-Notenbank Federal Reserve ist der Krise mit Zinsen von fast Null Prozent und dem massiven Einsatz der Gelddruckmaschine zu Leibe gerückt. Damit versucht sie, die Wirtschaft anzukurbeln. Zuletzt hat sie sogar versprochen, die Zinsen bis spät ins Jahr 2014 hinein auf diesem Niveau zu belassen.

Spekulierten Volkswirte bis vor kurzem noch darauf, die Fed könnte die Gelddruckmaschine zudem bald erneut anwerfen, hat sich das Blatt in den vergangenen Wochen gewendet. Angesichts besserer Konjunkturdaten zum Jahreswechsel und vor allem sinkender Arbeitslosenzahlen machte Fed-Chef Ben Bernanke zuletzt klar, dass man vorerst abwarten will. Er und die Mehrheit des geldpolitischen Ausschusses FOMC bekräftigen aber ihr Versprechen, die Zinsen bis 2014 unverändert zu belassen.

Doch aus der Federal Reserve kommt erneut Widerstand gegen den bis 2014 festgezurrten Niedrigzinskurs. Die Fed müsse den Zins womöglich bereits im kommenden Jahr hochsetzen, um das Inflationsziel von zwei Prozent nicht zu gefährden, sagte der Chef der regionalen Richmond Federal Reserve, Jeffrey Lacker, am Mittwoch in Norfolk.

Eine weitere geldpolitische Lockerung würde kaum etwas zum Wirtschaftswachstum beitragen, aber die Inflation antreiben, sagte der Notenbanker. Lacker ist derzeit Mitglied im zinssetzenden Offenmarktausschuss.
Er vertritt derzeit eine Minderheitsmeinung innerhalb des FOMC, in dem er dafür wirbt, die Zinsen früher anzuheben. Sollte sich die Wirtschaftslage aber tatsächlich weiter bessern, könnte er weitere Unterstützer bekommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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