Venezuela
Gläubiger setzen Regierung unter Druck

Gläubiger setzen Venezuela unter Druck. Sie beantragten bei der Derivateorganisation Isda, einen Zahlungsausfall des staatlichen Energiekonzerns PDVSA festzustellen. Experten rechnen bereits mit einer Staatspleite.
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New YorkDer Ölstaat Venezuela gerät wegen seiner Schuldenprobleme immer mehr unter Druck. Gläubiger des lateinamerikanischen Landes beantragten am Mittwoch bei der in New York ansässigen Derivateorganisation Isda, formell einen Zahlungsausfall des staatlichen Energiekonzerns PDVSA festzustellen. Dann könnten Inhaber von Kreditausfallversicherungen Geld bekommen. Eine derartige Entscheidung könnte die Lage noch undurchsichtiger machen.

Hintergrund des Schrittes ist, dass in der vergangenen Woche eine Zahlung für eine PDVSA-Anleihe in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar fällig gewesen wäre. Es ist aber nach wie unklar, ob diese pünktlich geleistet wurde. Präsident Nicolas Maduro hatte von den Gläubigern eine Umschuldung aller künftigen Zahlungen verlangt, womit die Regierung mehr Geld für die notleidende Bevölkerung aufbringen will.

Venezuela hat zwar die größten Ölreserven der Welt. Die Förderung wird aber durch einen Mangel an Investitionen beeinträchtigt. Zudem ist der Ölpreis weit von früheren Höchstwerten entfernt. Experten gehen davon aus, dass Venezuela früher oder später in die Staatspleite rutscht. Danach könnte das Land über Jahre von den internationalen Kapitalmärkten abgeschnitten sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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