Verbraucherpreise
Billigere Energie dämpft deutsche Inflation

Waren und Dienstleistungen haben sich im Januar weniger verteuert als erwartet – Haushaltsenergie und Kraftstoffe waren sogar günstiger zu haben als zuvor. Eine Warengruppe ist von dem Trend jedoch ausgenommen.
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BerlinSinkende Preise für Energie drücken überraschend die Inflation in Deutschland. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar nur um 1,3 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Dezember lag die Jahresteuerung noch bei 1,4 Prozent, von Reuters befragte Experten hatten für Januar sogar mit einem Anstieg auf 1,5 Prozent gerechnet.

„Die vergleichsweise niedrige Inflationsrate ist insbesondere auf die gesunkenen Preise für Energie zurückzuführen“, erklärten die Statistiker. Denn Haushaltsenergie und Kraftstoffe waren 1,8 Prozent günstiger zu haben als vor Jahresfrist. Der Trend teurer Nahrungsmittel setzte sich hingegen fort: Sie kosteten überdurchschnittlich 3,6 Prozent mehr.

Von Dezember auf Januar sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,6 Prozent. Dies ist weitgehend üblich für Januar, da sich vor allem Pauschalreisen im Vergleich zum Weihnachtsgeschäft im Dezember verbilligen. Zudem dürften viele Einzelhändler ihre Preise bei Bekleidung und Schuhen im Winterschlussverkauf gesenkt haben.

Die Wirtschaftsweisen rechnen im Zuge der anziehenden Konjunktur für 2014 mit einer durchschnittlichen Teuerungsrate von 1,9 Prozent, nach 1,5 Prozent im vorigen Jahr. Die Europäische Zentralbank spricht bei Werten von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Verbraucherpreise: Billigere Energie dämpft deutsche Inflation"

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  • Die Fälscher waren wieder am Werk! Wie kann das HB so eine Headline benutzen? Was für eine schlechter Journalismus!

  • [b]Billigere Energie dämpft deutsche Inflation[b]
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    Davon habe ich auf der Stromrechnung nichts gesehen.
    Dort sind die Kosten exorbitant gestiegen. Ebenso beim Heizöl.
    Und wie setzt sich die "Inflationsrate zusammen? Etwa nach dem "sogenannten Warenkorb"?
    Demnach brauche ich täglich einen neuen Computer/Notebook, ein neues Handy/iPhone, einen neuen E-Herd, Waschmaschine, Trockner, TV, etc.
    Was ich nicht brauche, sind Obst und Gemüse, Milch und Lebensmittel!

    Fazit:
    Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!

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