Vor US-Wahlen
Fed bleibt auf ihrem Leitzins-Kurs

Die US-Notenbank Fed hält sowohl an ihrem Leitzins als auch an ihrer Geldpolitik fest. Einige der damit verbundenen Ziele hat Ben Bernanke erreicht - aber es ist unklar, ob er nach der US-Wahl Fed-Chef bleiben wird.
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Washington/FrankfurtDie US-Notenbank Fed tastet kurz vor den Präsidentschaftswahlen ihren Leitzins erwartungsgemäß nicht an und bleibt ihrer extrem expansiven Geldpolitik treu. Der Schlüsselzins bleibe bei 0 bis 0,25 Prozent, teilte die Federal Reserve am Mittwoch in Washington nach einer Sitzung des Offenmarktausschusses, der die Geldpolitik festlegt, in Washington mit.

Mitte September hatte die Fed weitere Aufkäufe von Immobilienanleihen in großem Stil beschlossen und damit im Kampf gegen die zähe Krise eine noch weitergehende geldpolitische Lockerung eingeleitet. Dabei will die Zentralbank so lange wie nötig für 40 Milliarden Dollar pro Monat Immobilienanleihen kaufen und setzt die Umschichtung ihrer bereits erworbenen Staatspapiere von kurz- in langlaufende Titel ("Operation Twist") wie geplant bis Ende dieses Jahres fort.

Der Leitzins soll zudem bis Mitte 2015 "außergewöhnlich niedrig" bei nahezu null Prozent verharren, bekräftigte die Fed. An der Wall Street sorgten die Nachrichten aus Washington für keine Bewegung der wichtigsten Aktienindizes.

Im Begleitkommentar zum Zinsbeschluss äußerten sich die Notenbanker weiter besorgt über die langsame Erholung der US-Wirtschaft von der Krise. Vor allem die Arbeitslosenquote bleibe zu hoch, bekräftigte Fed-Chef Ben Bernanke. "Das Komitee bleibt besorgt, dass das Wirtschaftswachstum ohne ausreichende geldpolitische Unterstützung nicht stark genug ist, um für eine nachhaltige Verbesserung der Situation am Arbeitsmarkt zu sorgen." Zudem sei die Entwicklung auf den internationalen Finanzmärkten ein weiteres Risiko für die US-Wirtschaft.

Etwas besser sieht es nach Einschätzung der Zentralbank allerdings inzwischen beim privaten Konsum aus, traditionell die Stütze der Konjunktur in den Vereinigten Staaten. Der Konsum sei zuletzt "etwas schneller gewachsen", hieß es. Auch auf dem Immobilienmarkt zeigten sich weitere Anzeichen einer Verbesserung. Allerdings habe die Inflation angesichts höherer Energiepreise etwas angezogen. Die langfristigen Inflationsaussichten seien aber stabil.

Die Fed hat seit dem Ausbruch der Krise den Leitzins massiv gesenkt und zudem für rund 2,3 Billionen Dollar Wertpapiere angekauft. Mit dem dafür per Knopfdruck geschöpften Geld will sie das Finanzsystem und vor allem die Wirtschaft der USA in Schwung bringen.

Dies gelang Notenbankchef Bernanke auch bereits zum Teil, allerdings liegen sowohl der Immobilienmarkt, auf dem die Krise 2007 begann, als auch der Arbeitsmarkt nach wie vor darnieder. Im Gegensatz etwa zur Europäischen Zentralbank (EZB) muss die Fed auf diesen achten, da sie nicht nur für stabile Preise, sondern auch für Vollbeschäftigung sorgen soll.

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  • Ich hoffe dass Bennie bleibt. Was soll er machen? Die Zinsen erhöhen? Einen rigiden Sparkurs einfordern? Eine verheerende Deflation wäre die Folge. Reichskanzler Brüning lässt schön grüßen. Und der ewige Adolf als Nachfolger auch.
    @Handelsblatt: Noch lebe ich in einem freien Land und geniesse die Freiheit mit meinem "Nickname", der meine grundlegende politische Einstellung widerspiegelt, zu schreiben. Bitte fangen Sie nicht an Korinthen zu kacken. Ein bisschen mehr Gelassenheit, meine Damen und Herren, würde ihnen bestimmt gut tun.

  • "Der bekannte Wall Street-Investor Warren Buffett erklärte unterdessen am Mittwoch in einem Interview, er hoffe, Bernanke bleibe noch eine dritte Amtszeit. Es gebe derzeit keinen Besseren für die Position des Notenbankchefs."

    Buffett ist mit diesem Kommentar bei mir unten durch. Klar, jeder gedruckte $ hilft seinen Anlagen. Eine etwas egoistische volkswirtschaftliche Sicht, auch wenn sie fuer ihn persoenlich grossen Nutzen bringt.

    Ich persoenlich hoffe, dass Bernanke mit seiner Yellen (Stellvertreterin) so schnell wie moeglich von der Bildflaeche verschwindet. Dies wird auch positive Auswirkungen auf das Gedrucke bei der EZB haben. Ich beneide aber seinen Nachfolger nicht, der ein gigantisches Problem zu loesen hat, um das angerichtete FED-Chaos wieder zu bereinigen.

  • Glücklicherweise klappt es bei Vergewaltigungen IMMER mit dem Schwangerwerden! Die so entstehenden Kinder kann man ja ins ausland verkaufen um den Staasthaushalt zu sanieren.

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