Vorschlag zur Griechenland-Krise
Sollen wir die griechischen Sparer retten?

Die griechischen Banken sind dem Ansturm verunsicherter Kunden nicht gewachsen. Um einen Bankrun zu vermeiden, hat der Frankfurter Ökonom Jan Pieter Krahnen heute einen kontroversen Vorschlag vorgelegt.
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FrankfurtDer Frankfurter Ökonom Jan Pieter Krahnen hat ein kontroverses Diskussionspapier zu Griechenland vorgelegt. Darin fordert er eine Garantie der Euro-Länder für die Einlagen der griechischen Banken bis zu 100.000 Euro. „Die Situation für das griechische Bankensystem dürfte dramatisch werden, wenn der Abfluss griechischer Spareinlagen ins Ausland und das Ausbleiben weiterer ELA-Kredite seitens der Zentralbank dessen Zahlungsfähigkeit bedrohen“, warnt Krahnen.

Das Geld für die Einlagengarantie solle aus dem Rettungsschirm ESM kommen. Für finanzielle Ausfälle des ESM haften die Steuerzahler der Euro-Länder entsprechend des Kapitalanteils ihres jeweiligen Landes.

Der Vorschlag dürfte daher für Diskussionen sorgen. Der deutsche Bankenverband hat sich bisher vehement gegen ein gemeinsames europäisches Einlagensicherungssystem ausgesprochen. Die Idee stamme von Leuten, „die an die Fleischtöpfe wollen“, sagte einst der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken, Michael Kemmer. Wenn der ESM einspringt würden allerdings nicht die Sparer aus anderen Euro-Ländern haften, sondern die Steuerzahler. Aber eine Umsetzung der Idee könnte den Weg zu einer europäischen Einlagensicherung ebnen.

Jüngst haben sich auch die Top-Verantwortlichen der EU in ihrem Zwei-Stufen-Plan für die Vertiefung der Euro-Zone für eine gemeinsame Einlagensicherung ausgesprochen. Autoren sind die fünf Präsidenten Jean-Claude Juncker (EU-Kommission), Mario Draghi (Europäische Zentralbank), Donald Tusk (EU-Ministerrat), Jeroen Dijsselbloem (Euro-Gruppe) und Martin Schulz (EU-Parlament). In dem Präsidenten-Bericht wird eingeräumt, dass dies „einige Zeit“ brauchen werde. Die deutschen Volksbanken und die Sparkassen haben bereits Kritik an dem Vorschlag laut werden lassen.

Eine gemeinsame Einlagensicherung sei der „gänzlich falsche Weg“, erklärte der Bundesverband der Volksbanken. „Es wäre brandgefährlich, wenn bei einer Bankenkrise wie der in Zypern auch Sparer in allen anderen Ländern kalte Füße bekämen und ihre Konten plünderten“, warnte der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon. „Die Gelder, die wir für die Sicherheit der Sparkassenkunden in Deutschland beiseite legen, dürfen nicht für Krisenbanken in anderen Ländern eingesetzt werden.“ In vielen Ländern sei die Einlagensicherung weniger entwickelt als in Deutschland.

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„Die bisherige Strategie hat zu einer Kränkung geführt“

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  • Der Mann kann mit seinem Geld tun was er will. Wenn dies ausreicht, dann kann er auch die Griechen retten.

    Ungeachtet dessen muss er sich auch vorstellen, dass das Geld der griechischen Sparer irgendwo reinvestiert wurde. Wenn er die griechischen Sparer also retten will, dann finanziert er die, die den griechischen Sparern das Geld weggenommen haben.

    Ist das die Absicht?

  • @C. Falk
    Genau so ist es. Die gemachte Krise als Weg in den EU-Zentralstaat.

    Und die Griechen sind wohl die ersten, denen man ihre nationale Souveränität mit Geld abkaufen möchte. Dann sollen andere folgen (nochs Domino-Effekt).
    Ich persönlich glaube aber nicht, dass die Zeit dafür schon reif ist.Zwar hat sich Deutschland schon weitestgehend abgeschafft und seine Institutionen nach Brüssel aufgelöst, aber in anderen Ländern wird es mehr Widerstand geben. Hier ist z.B. so ein Kandidat, der beim EU-Spiel nicht mehr mitspielen möchte.

    http://www.fundresearch.de/Nachrichten/Top-Themen/Heute-Grexit-morgen-der-Brexit-.html

    Und ob die Franzosen da mitmachen. Und die Italiener?

  • Momentan wird ja nur auf den "Deckel" geschrieben. Abgerechnet wird zum Schluss. Dann allerdings richtig!

    Ich finde es jedoch schon bemerkenswert, daß alle guten Vorschläge von jedlichen Experten immer zur Folge haben, daß die bekloppten Deutschen am Ende des Tages für alle guten Ideen die diese Gutmenschen so haben, das Bill bezahlen dürfen. Scheinbar wurde die EU nur zu dem Zweck gegründet, so scheint mir....

    Lesen Sie den mal hier, im HB ist das "Premium", kostet also Geld. Der Herr Stiglitz hat eine andere Empfehlung für die griechischen Bürger:

    http://www.fundresearch.de/Nachrichten/Top-Themen/Nobelpreistraeger-Stiglitz-Ich-weiss-wie-ich-waehlen-wuerde-.html

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