Weitere Stimulierung der Finanzmärkte angedeutet
Signale aus Wyoming

Vor zwanzig Jahren hat die Weltöffentlichkeit keine Notiz von Zentralbanker-Treffen wie dem in Wyoming genommen. Heute ist das anders. Zentralbanker wie Mario Draghi sind längst ein wichtiger Teil der Tagespolitik.
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San Francisco„Neugierig auf die Dynamik des Arbeitsmarktes? Fragen Sie doch einfach mal einen Arbeiter!“ Für die Demonstranten mit den Plakaten und den T-Shirts mit der Aufschrift „Welche Erholung?“ ist die Sache ziemlich klar, als sie Zentralbankchefin Janet Yellen in der Abgeschiedenheit von Jackson Hole in Wyoming begrüßten. Niemand versteht sie und weiß, wie es wirklich an der Arbeitsfront aussieht. Statt zur Abwechslung mal in einem heruntergewirtschafteten Vorstadt-Konferenzzentrum in der Pleitestadt Detroit zu tagen, philosophieren die Zentralbank-Elite der Welt und Wirtschaftswissenschaftler lieber in einem idyllischen Bergresort über die Probleme des amerikanischen Arbeitsmarktes. Hier halten sie sich gegenseitig Vorträge über schlecht bezahlte Teilzeitjobs, Arbeitslosigkeit und Mindestlöhne, wollen die Dynamik des Arbeitsmarktes neu erforschen.

Vor zwanzig Jahren hat die Weltöffentlichkeit keine Notiz von solchen Treffen genommen. Heute ist das anders. Die Zentralbanken sind im Brennglas der Öffentlichkeit angelangt. Argwöhnisch beobachtet nicht nur von den Demonstranten vor Ort, sondern auch der Wall Street. Die Geldmanager versuchten am Freitag in Yellens Eröffnungsrede zu der dreitägigen Konferenz irgendein Zeichen herauszulesen, ob die Zinsen bald angehoben werden oder nicht. Bei früheren Gelegenheiten hatten in der rustikalen Umgebung der Jackson Lake Lodge schon mal Ben Bernanke oder Alan Greenspan geldpolitische Bomben gezündet, die die Märkte erzittern ließen.

Doch es gab schnell Entwarnung. Yellen wiederholte in weiten Teilen nur gebetsmühlenartig ihre bekannten Positionen aus den jüngsten Berichten der Zentralbank. Der Grundtenor ist dabei immer der gleiche: Die Situation ist schwierig, es gibt keinen Königsweg für die richtige Geldpolitik und der Arbeitsmarkt hat sich noch lange nicht so erholt wie er sollte. Statt wie früher die Situation über die Arbeitslosenrate zu definieren, nutzt die Notenbank heute einen komplizierten Satz aus 19 verschiedenen Indizes, darunter Anteil der Teilzeitjobs, durchschnittliche Länge der Arbeitswoche, oder Zahl der offenen Stellen und der Kündigungen und Anstellungen. Yellen konstatiert ein enormes brachliegendes Arbeitspotenzial. Der komplizierte Arbeitsmarktindex hat 290 Punkte seit 2009 gutgemacht. 370 müssten es sein, nur um wieder auf den Stand von 2007 zu kommen. Im Endeffekt ist halt alles irgendwie schwierig.

Für die Demonstranten dagegen ist es ziemlich einfach: „Wenn Reiche reicher werden, nennen sie es Wachstum. Wenn die Löhne steigen, heißt es Inflation“, fassen sie ihre Weltsicht der freien Märkte zusammen. Eine Inflation über die Löhne ist in den USA jedenfalls aber derzeit nicht in Sicht. Selbst Yellen spricht lieber von einer „Lohn-Deflation“. Der Anteil der Arbeitseinkommen am Gesamteinkommen liegt bei 67 Prozent, weit unter den über fast 80 Prozent vor der Finanzkrise 2008. Der Anteil der Finanzeinkommen aus Dividenden, Zinsen oder Spekulationsgewinnen dagegen ist auf Rekordhoch. „Es gibt kein Lohnwachstum“, räumt Yellen ein, obwohl in den vergangenen Quartalen kontinuierlich Arbeitsplätze geschaffen wurden. Das bereitet ihr Sorgen, ebenso wie der hohe Anteil an Teilzeitangestellten, die eigentlich eine Vollzeitstelle suchen.

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  • was nützt es,
    wenn grossinvestoren geld zu zinsen von 0 komma bekommen
    der verbraucher bis hin zum mittelstand diesen aber nicht erhält weil der nach basel sowieso die kriterien nicht erfüllt
    ja selbst mikrokredite auf dieser basis untersagt sind

    so bleibt das geld in einer schleife in der sich diese grossinv..... gegenseitig befruchten in der hoffnung den deal des lebens gemacht zu haben

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