Weniger Jobs im Juni
Sommer lässt Arbeitslosenzahl steigen

Die Arbeitslosigkeit ist im Juni leicht gestiegen. Grund dafür sind vor allem jahreszeitliche Effekte. Das Wachstum dürfte hingegen im zweiten Quartal wieder angezogen haben.
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NürnbergDer Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich auch im Juli robust gezeigt. Die Zahl der Arbeitslosen stieg mit der üblichen Sommerpause in dem Ferienmonat auf 2,914 Millionen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Das seien 49.000 mehr als im Juni und 38.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote legte im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf 6,8 Prozent zu. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl beruhe vor allem darauf, dass sich Jugendliche nach dem Ende der schulischen oder beruflichen Ausbildung vorübergehend arbeitslos meldeten. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, die deutsche Wirtschaft sei im zweiten Quartal allen Anzeichen nach wieder stärker gewachsen: "Davon profitiert auch der Arbeitsmarkt."

Ökonomen werten die Zahlen positiv. „Der deutsche Arbeitsmarkt läuft sehr gut,“ sagt Unicredit-Ökonom Andreas Rees. Die positive Entwicklung werde sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Der Aufwärtstrend bei der Beschäftigung sei intakt. Dies lasse sich an den Beschäftigungsabsichten der Unternehmen ablesen, die beispielsweise vom Ifo-Institut abgerufen werden.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland
von Juli 2012 bis Juli 2013

in Millionen


Der Chefvolkswirt von HSBC Trinkaus, Stefan Schilbe, wertete die Zahlen als eine positive Überraschung. Auch die Frühindikatoren hätten sich zuletzt wieder verbessert. Angesichts des erhöhten Niveaus sei es nicht ungewöhnlich, dass die Dynamik nicht mehr so groß sei.

Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosenzahl laut BA saisonbereinigt um 7000 zurück. Von Reuters befragte Banken-Volkswirte hatten keine Veränderung erwartet.



Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Soso, nach dem Winterloch gibt es jetzt auch noch ein Sommerloch...dann fehlen ja nur noch das Frühjahrsloch und das Herbstloch...und schon haben wir ein Jahresloch!
    Hhhmm...werde aus diesen Statistiken und Medienmeldungen noch einer schlau...?!

  • Leute seit ganz entspannt,
    bis zu den DDR-Wirtschaftsverhältnissen haben wir noch etwas Spielraum.

    Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es in Deutschland 41,782 Mill. Erwerbstätige. Jeder 4. verdient unter 9,54 €. 41,783 Mill. : 4 = 10,445 Mill. Menschen mit weniger als 9,54 € Einkommen.

    Hinzu kommen 2,914 Mill. Erwerbslose Menschen mit noch weniger Einkommen als 9,54 €.

    Von 18,7 Mill. Rentner haben 9,35 Mill. (jeder 2.) weniger als 700,- € im Monat, macht einen Stundenlohn von ca. 6,80 €.

    Von 18,7 Mill. Rentner haben 6,23 Mill. (jeder 3.) weniger als 500,- € im Monat, macht einen Stundenlohn von ca. 4,90 €.

    Rechnen wir zusammen:

    10,445 Mill. Menschen im Niedriglohnsektor unter 9,54 €.
    2,914 Mill. Erwerbslose unter 9,54 €.
    9,35 Mill. Rentner unter 6,80 €.
    6,23 Mill. Renner unter 4,90 €.

    Ergibt eine Summe von 28,939 Millionen Menschen, die den Binnenmarkt in Deutschland kaum unterstützen können und sich in Armut befinden. Zählen wir die Kinder hinzu dürfte der Wert bei über 36 Millionen liegen. Rechnen wir die versteckte Arbeitslosenquote hinzu, geht der wert noch weiter nach oben. Allein die gewaltige Masse von 28,039 Millionen Menschen mit einem niedrigem Einkommen von weit unter 9,54 € zeigt wohin die Reise der deutschen Wirtschaft geht. Unternehmen werden reihenweise in die Insolvenz getrieben.

    Die Wirtschaftskraft in den Südländer wird zunehmend schwächer. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu beflügeln, müssen sofort nationale Währungen eingeführt werden. Der Hebel ist jetzt umzulegen, sonst fliegt uns das friedliche und soziale Europa um die Ohren.

  • Die Zahlen stimmen ja nicht: Wenn alle, die Arbeit suchen oder die in Maßnahmen stecken, gezählt werden, hat Deutschland rund 7 Millionen Bürger ohne entsprechende Arbeit. Diese Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Frau Merkel und Co: das ist schlechter als mangelhaft! Und dann noch die annähernd 10 Millionen Bürger, die von den Nettolöhnen nicht mehr leben können. Nochmals danke, Frau Merkel! Sie haben unser Volk verraten, Rechte gebrochen und Affären möglich gemacht. Darum wähle ich keine der Blockparteien mehr! Es gibt jetzt eine Alternative.

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