Yellen-Nachfolger
Fischer bekräftigt Kurs der US-Notenbank

Stanley Fischer soll neuer Vizechef der Fed werden . Mit seiner nicht ganz so lockeren geldpolitischen Linie gilt er als Korrektiv zum Notenbank-Oberhaupt Yellen. Vor dem Senat hat er den Kurs der Fed-Chefin bekräftigt.
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WashingtonDer designierte US-Notenbank-Vizechef Stanley Fischer hält den behutsamen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes bislang für gelungen. Die Verringerung der Geldspritzen sorge für mehr Stabilität, betonte Fischer am Donnerstag bei der Senatsanhörung zu seiner Nominierung. „Und es sieht so aus, als ob der Effekt anhält“, fügte der 70-Jährige hinzu, der noch im vorigen Jahr die Zentralbank Israels geführt hatte.

Die Federal Reserve (Fed) hatte zu Jahresbeginn damit begonnen, die Konjunkturhilfen zu verringern. Sie kauft derzeit noch Wertpapiere im Volumen von 65 Milliarden Dollar pro Monat, um die Konjunktur zu stimulieren.

Experten rechnen damit, dass die Dosis auf der Zinssitzung nächste Woche weiter zurückgefahren wird. Im Herbst soll das Programm laut Fed-Chefin Janet Yellen auslaufen, falls sich der Aufschwung gefestigt hat.

Mit seiner nicht ganz so lockeren geldpolitischen Linie gilt Fischer als Korrektiv zu Yellen. Die ausgewiesene Arbeitsmarktexpertin ist für eine höhere Beschäftigung notfalls auch bereit, einen moderaten Anstieg der Inflation in Kauf zu nehmen. Anders als Yellen hat Fischer eine Vergangenheit als Wall-Street-Banker: Von 2002 bis 2005 war er bei der US-Großbank Citigroup tätig, die wenige Jahre später in der Finanzkrise vom Staat aufgefangen werden musste. Eine Senatorin nannte es vor dem Ausschuss auffällig, dass viele frühere Mitarbeiter der Bank in einer Art „Drehtüreffekt“ in die Regierung wechselten.

„Ich sehe dies nicht als ein besonderes Problem an, zumindest nicht was mich betrifft“, erwiderte Fischer. Die frühere Tätigkeit in einer Geschäftsbank sei hilfreich gewesen, auch was seine Kompetenz in Regulierungsfragen betreffe. Um sein neues Amt antreten zu können, braucht Fischer die Zustimmung des Senatsplenums.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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