Zins bleibt auf Rekordtief
Fed fährt monatliche Anleihenkäufe weiter zurück

Die US-Notenbank zieht die Zügel ihrer Geldpolitik weiter an: Ihr Anleihekaufprogramm wird noch einmal um zehn Milliarden Dollar pro Monat reduziert. Der Leitzins bleibt allerdings auf seinem Rekordtief.
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WashingtonDie US-Zentralbank Federal Reserve fährt ihr Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren weiter zurück. Der Erwerb von langfristigen Staatsanleihen und Immobilienpapieren werde zum vierten Mal in diesem Jahr um 10 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) pro Monat zurückgefahren, teilte die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch in Washington mit.

Damit sinkt die Summe von ursprünglich 85 auf künftig 45 Milliarden Dollar monatlich. Experten hatten mit dem Schnitt gerechnet. Der Leitzins hingegen bleibt unverändert zwischen null und 0,25 Prozent. Auf diesem Rekordtief liegt er seit Ende 2008, als sich weltweit die schwere Finanzkrise ausgebreitet hatte.

An diesem Zinsniveau will die Fed auch vorerst nicht rütteln. Eine Kursänderung machte die Zentralbank in ihrer Erklärung vom Mittwoch erneut von einer Annäherung der Inflationsrate an die Zielmarke von zwei Prozent sowie Fortschritten auf dem Arbeitsmarkt hin zur Vollbeschäftigung abhängig.

Ein Zinsanstieg könnte Anfang 2015 festgelegt werden

Mit einer Erhöhung des Leitzinses wird im kommenden Jahr gerechnet. Fed-Chefin Janet Yellen hatte Mitte März angedeutet, dass ein Zinsanstieg bereits im ersten Halbjahr 2015 festgelegt werden könnte.

„Das Wachstum der Wirtschaftsaktivität hat nach der scharfen Verlangsamung jüngst wieder zugenommen“, erklärte der Offenmarkausschuss (FOMC) der US-Notenbank am Mittwoch nach seiner Sitzung in Washington. „Die Ausgaben der Haushalte scheinen schneller zu steigen.“

Zudem bekräftigte die Fed, dass der Zinssatz für eine „beträchtliche Zeit“ nach dem Ende des Bondkauf-Programms auf dem Niveau bleiben werde. Der Zinsausblick, die so genannte „Forward Guidance“ wurde beibehalten. Demzufolge will die Fed weiterhin „eine breite Auswahl an Informationen“ in Betracht ziehen, bevor der Leitzins erhöht wird.

Die Fed änderte bei der zweitägigen Sitzung ihres Offenmarktausschusses in der US-Hauptstadt auch nichts an ihrem Ausblick, die Zinsen wohl erst „beträchtliche Zeit“ nach dem vollständigen Ende des Anleihen-Kaufprogramms wieder anzuheben. Fachleute rechnen mit Mitte 2015 als Zeitpunkt. Der Ausschuss verabschiedete die Maßnahmen einstimmig.

Kurz zuvor hatte die Regierung in Washington das Wachstum zwischen Januar und März lediglich mit einer hochgerechneten Jahresrate von 0,1 Prozent angegeben. Im Schlussquartal 2013 hatte der Wert noch 2,6 Prozent betragen. Die Fed geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die Wirtschaftsaktivität inzwischen bereits wieder zugenommen hat. Vor allem gäben die Konsumenten wieder mehr Geld aus.

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  • Ursprünglich sollte jetzt die Zinswende eingeleitet werden,dass die FED die eigenen Regeln bricht,werden spätere Chronisten sicher nicht positiv beurteilen.

  • as we like it: die märkte werden an die realität gewöhnt.
    gute entscheidung.

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