1 000 nicht betriebsnotwendige Immobilien
Deutsche Post verkauft Logistikimmobilien im Paket

Die Deutsche Post setzt nach dem Vorbild der Deutschen Bahn auf den Verkauf von Immobilien im Paket. Unter dem Decknamen „Caroline“ will sie mehr als 1 000 nicht betriebsnotwendige Immobilien wie Verwaltungsgebäude und Hallen im Wert von ein bis zwei Mrd. Euro verkaufen. In den den vergangenen zehn Jahren hat sich der gelbe Riese bereits von über 3 000 Objekten getrennt.

DÜSSELDORF. US-Investmentbank Morgan Stanley ist mit dem Verkauf beauftragt worden. Eine Post-Sprecherin wollte dies nicht kommentieren. An der Börse legte die Post-Aktie daraufhin zu. Erst kürzlich hatte die Bahn ihre Immobilientochter Aurelis, unter deren Dach die nicht betriebsnotwendigen Immobilien zusammengefasst sind, an den Baukonzern Hochtief verkauft.

Insgesamt bilanziert die Post Grundstücke und Immobilien im Wert von 5,2 Mrd. Euro. Nach Handelsblatt-Informationen hat die Post in den vergangenen zehn Jahren mehr als 3 000 Objekte verkauft und damit einen milliardenschweren Erlös erzielt. 2006 hatte die Post beispielsweise ihre Tochter Deutsche Post Wohnen mit 18 Hotels und Tagungsstätten an den Münchener Investor Aurelius veräußert. Die weltweit 15 000 Betriebsgebäude mit einer Fläche von 30 Mill. Quadratmetern managt die Post unter dem Dach der Deutsche Post Immobilien selbst. Dazu gehören Deutsche Post Bauen, Deutsche Post Immobilienentwicklung sowie Deutsche Post Immobilien- und Servicemanagement.

Der geplante Paketverkauf der Post-Immobilien fällt mit der Ankündigung eines Kapitalmarktprogramms am Donnerstag zusammen. Dabei soll neben einer besseren Finanzkommunikation auch eine Portfoliobereinigung bekannt gegeben werden, um der Post-Aktie Auftrieb zu verleihen, die immer noch um ihren Ausgabekurs von 21 Euro schwankt. Eine Auslagerung der Immobiliensparte ist aber genauso wenig geplant wie der Verkauf der Postbank oder des defizitären US-Paketgeschäfts.

Ein Verkauf vor der seit Juni andauernden Krise der Immobilienfinanzierer wäre lukrativer gewesen. Die Immobilienpreise fallen. „Die Preiseinbrüche sind am stärksten bei Portfolios mit unterschiedlichen Immobilienarten“, sagte Christian Ulbrich, Deutschland-Chef des Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle. Und um solch ein heterogenes Portfolio handelt es sich bei den Post-Liegenschaften. Zudem gelingt es zurzeit kaum, Finanzierer für Transaktionen im Wert von mehr als 300 Mill. Euro zu finden.

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