30 Prozent Preisrückgang
Griechische Immobilien werden verschleudert

30 Prozent Preisrückgang binnen eines Jahres: Griechische Häuser sind derzeit so günstig zu haben wie seit langem nicht mehr. Viele betuchte Ausländer gehen nun auf Shoppingtour - oder spekulieren auf weiteren Rückgang.
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Rhodos/BerlinInfolge der Schuldenkrise in Griechenland haben die Immobilienpreise für Ferienobjekte auf den Inseln nach Angaben eines Maklers auf Rhodos einen Tiefpunkt erreicht. Je nach Standort seien sie seit April vergangenen Jahres um fünf bis 30 Prozent zurückgegangen, sagte Geschäftsführer Georg Petras, Lizenzpartner der Maklerkette Engel & Völkers. Das Preisniveau sei auf den Stand von vor sechs bis sieben Jahren abgesunken. Viele ausländische Käufer wollten die Situation nun für günstige Immobilienkäufe nutzen.

Aus Sicht des Immobilienverbands Deutschland (IVD) warten die meisten deutschen Interessenten aber noch ab. „Die Anleger wolle nicht in das fallende Messer greifen“, sagte Verbandsvize Jürgen Michael Schick. Meistens seien es Privatleute, die Ferienhäuser und -wohnungen kauften - und die seien generell vorsichtig. Mancher spekuliere auch darauf, dass die Preise noch weiter fallen. „Wachstumsphantasien hat für den griechischen Markt keiner.“

Auf der Beliebtheitsskala der deutschen Ferienimmobilienkäufer stehe die Ägäis nicht auf den vorderen Plätzen, häufiger griffen sie zu Objekten in Deutschland, Spanien, Österreich und Italien. „Wir haben aber im gesamten Mittelmeerraum einen schwächelnden Immobilienmarkt“, sagte Schick. In Spanien hätten die gesunkenen Häuserpreise die Wirtschaftskrise verursacht, in Griechenland sei es umgekehrt.

Makler Petras illustrierte am Beispiel einer Villa mit rund 270 Quadratmetern Wohnfläche und fünf Schlafzimmern den Preisverfall: Sie sei 2009 für 850.000 Euro angeboten worden, jetzt für 695.000 Euro. „Wir haben 30 bis 50 Anfragen pro Woche“, berichtet Petras, der von enormer Nachfrage sprach. Interessenten meldeten sich vor allem aus Deutschland, Österreich, England und Italien.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ......das fehlt noch in der Sammlung, eine Immobilie in Griechenland. Warum nicht, einen neuen Kitzel zu erleben. Um kurz vor Mitternacht aufzuwachen, und die "ganze Freude der Griechen über den Zustand ihres Landes zu erleben" indem der neue Besitzer die Löffel abgibt, falls er noch am Tisch sitzt. Draußen warten vermummte Gestalten um Geleitschutz zu geben. Weitere Worte spare ich mir. Nur so viel..........der Haß auf den neuen Besitzer, wird alles Dagewesene in den Schatten stellen. Wir haben dem Land im letzten Krieg großen Schaden zugefügt. Es wird bei denen ein neues Erwachen alter Erlebnisse geben. Weiter getragen von Alt auf Jung.
    Es gibt von mir ein klares nein und nochmals nein, niemals.

  • Das Geld was nach Thailand eingeführt wurde kann jederzeit wieder ausgeführt werden. Hier habe tausende von Ausländern Besitz und keine Probleme damit. Wenn dem nicht so wäre würde kein Mensch mehr hier investieren. Also erst mal richtig Informieren und dann argumentieren und vielleicht auch noch in einem anständigen Ton. Und eine Investition außerhalb dieses Tollhauses EU sollte allemal interessant sein.

  • In Thailand können Immobilien durch Ausländer NICHT erworben werden. Geht nur über windige Mittelmänner. Und wenn man mal verkaufen muss kann den Verkaufserlös nicht mehr aus dem Land geschaffen (Kapitalkontrolle). Also nicht verarhscne lassen...

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