Abflüsse bei Produkten von Deka und Difa
Offene Immobilienfonds spielen in zwei Ligen

Trotz der Negativ-Schlagzeilen des vergangenen Jahres scheint das Vertrauen der deutschen Anleger in offene Immobilienfonds nicht erschüttert. Zwar flossen nach Angaben des Branchenverbandes BVI im ersten Quartal aus diesem Sektor netto fast 600 Mill. Euro ab. Doch die Rückgaben beschränken sich vor allem auf ältere, überwiegend in Deutschland investierende Fonds.

HB HAMBURG. Trotz der Negativ-Schlagzeilen des vergangenen Jahres scheint das Vertrauen der deutschen Anleger in offene Immobilienfonds nicht erschüttert. Zwar flossen nach Angaben des Branchenverbandes BVI im ersten Quartal aus diesem Sektor netto fast 600 Mill. Euro ab. Doch die Rückgaben beschränken sich vor allem auf ältere, überwiegend in Deutschland investierende Fonds wie den Deka Immobilienfonds (minus 700 Mill. Euro) und den Difa-Fonds Nr. 1 (minus 675 Mill. Euro). Jüngere, weltweit anlegende Fonds wie der Kanam Grundinvest oder der Axa Immoselect sammelten dagegen erneut Nettomittel in dreistelliger Millionenhöhe ein.

Die jüngste Performance-Auswertung der Analysegesellschaft Feri Trust gibt den Anlegern Recht. Mit einem Wertzuwachs von 6,83 Prozent ließ der Kanam Grundinvest in den vergangenen zwölf Monaten alle Konkurrenten hinter sich. Auch der Axa Immoselect überzeugte mit einem Plus von 4,35 Prozent. Dagegen bescherten sowohl der Deka- als auch der Difa-Fonds ihren Käufern wenig mehr als eine Nullrendite.

„Die Performance der beiden Fonds wird sich nur dann grundlegend verbessern, wenn es am deutschen Immobilienmarkt einen nachhaltigen Aufschwung gibt“, sagt Thomas Lorzinski. Der Geschäftsführer der Bremer Vermögensverwaltungsgesellschaft Nordtreuhand glaubt zurzeit aber nicht an Besserung: „Wo soll dieser Aufschwung herkommen?“ Die größten Probleme sieht Lorzinski für Fonds, bei denen eine hohe Zahl von Mietverträgen ausläuft: „Neuvermietungen sind häufig nur auf einem deutlich niedrigeren Niveau möglich, und je älter die Gebäude werden, desto stärker schlagen die Aufwendungen für die Erhaltung auf das Fondsvermögen durch.“ Flössen keine neuen Mittel, gestalte sich zudem die Verjüngung des Bestandes schwierig.

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