Airbnb, Wimdu & Co. München nimmt Vermieter in Zwangshaft

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Werden Verstöße ernsthaft kontrolliert?
In diesen Städten gibt es die größten Wohnungen
Platz 15: Dresden
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Die Dresdner müssen sich im Vergleich der 15 größten deutschen Städte mit den kleinsten Wohnungen zufriedengeben. Im Schnitt leben sie auf 63,7 Quadratmetern Wohnfläche. Das ist das Ergebnis einer Studie des Vergleichsportals Check24.de.

Platz 14: Köln
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Ein Vergleich nach Einwohnerzahl der Städte zeigt: Mit steigender Größe des Wohnortes nimmt die Fläche des versicherten Wohnraums ab. In Orten mit maximal 100.000 Einwohnern sind Wohnungen im Durchschnitt 93,8 Quadratmeter groß. In den deutschen Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln ist die durchschnittlich versicherte Wohnung rund 25 Quadratmeter kleiner. Köln landet deshalb mit 66,1 Quadratmeter Wohnfläche auf Platz 14.

Platz 13: Leipzig
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Leipziger Haushalte bewohnen im Durchschnitt 67,3 Quadratmeter. Zwischen Ost und West gibt es deutliche Unterschiede in der Wohnungsgröße. Im Schnitt versichern die Menschen aus den östlichen Bundesländern 72,9 Quadratmeter. Im Westen Deutschlands sind es 84,7 Quadratmeter – rund 16 Prozent mehr.

Platz 12: Hamburg
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Ebenfalls große Unterschiede bestehen zwischen Stadtstaaten und Flächenländern. So bewohnen die Hamburger durchschnittlich 67, 9 Quadratmeter. Damit sind ihre Wohnungen um rund ein Drittel kleiner als zum Beispiel im Saarland. Dort stehen Haushalten durchschnittlich 99,9 Quadratmeter zur Verfügung.

Platz 11: München
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Die Millionenstadt München kommt im Ranking immerhin auf eine durchschnittliche Wohnfläche von 69,3 Quadratmetern. Für die Top Ten reicht das trotzdem nicht.

Platz 10: Berlin
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Deutschlands Hauptstadt dagegen schafft es unter die zehn Städte mit den größten Wohnungen. Die mehr als 3,5 Millionen Einwohner bewohnen hier durchschnittlich 69,5 Quadratmeter.

Platz 9: Düsseldorf
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at Hinsichtlich der Wohnungsgröße schlägt Düsseldorf die Kölner Konkurrenzstadt um Längen. 70,9 Quadratmeter Wohnfläche werden in der NRW-Landeshauptstadt durchschnittlich gegen Einbruch und andere Schäden versichert.

Entsprechend entschlossen gehen die Städte gegen Zweckentfremder von Wohnraum vor. In Berlin untersagt seit 1. Mai 2014 ein Gesetz die Nutzung von Wohnraum zu anderen als Wohnzwecken, wenn das Bezirksamt diese andere Nutzung nicht genehmigt hat. In der Praxis gibt es keine Genehmigungen von Bezirksämtern für die wiederholte Untervermietung von Wohnungen an Touristen. Zumal die missbräuchliche Vermietung an Touristen in Städten wie Berlin dazu geführt hat, dass ganze Mietblöcke nur noch auf dem Papier an Bürger der Stadt vermietet sind, in der Praxis aber komplett von Städtereisenden belegt werden.

Vermittler solcher Apartments sind in großem Stil Portale wie Airbnb und Wimdu. Die liegen deswegen auch mit den Städten wie San Francisco, New York, Amsterdam und Paris bis nach Berlin im Clinch. Airbnb setzt inzwischen auf eine Charmeoffensive gegenüber den Kommunen und schickt dabei den in US-Wahlkämpfen erprobten Chris Lehane als Lobbyisten vor. Der handelte für Amsterdam und London Kompromisse aus.

Dort können Gastgeber ihre Wohnung bis zu 60 Tage beziehungsweise 90 Tage in London pro Jahr auf Airbnb anbieten. Anfang des Jahres kündigte er in einem Handelsblatt-Interview an, er werde im Laufe des Jahres auch wieder mit deutschen Stadtverwaltungen sprechen. Der Weg nach Berlin führe ihn dann wieder über München.

Johnny Depp verkauft seine Farm in Kentucky
Darsteller ungewöhnlicher und extravaganter Figuren
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Der 54-jährige US-amerikanische Schauspieler wurde Ende der 1980er-Jahre bekannt durch die Fernsehserie 21 Jump Street. Mit der Darstellung des exzentrischen Captain Jack Sparrow in der Piratenreihe Pirates of the Caribbean vergrößerte sich seine Popularität.

Rosen im Garten...
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... etwa zwanzig Arten! Der Garten des charmanten Landhauses verzückt mit gut gepflegten Rasenflächen und blumigen Details. Bis zu ihrem Tod hatte Depps Mutter dort gewohnt.

Große Weiden
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Das Grundstück der Farm erstreckt sich über fast 17 Hektar.

Mehrere Scheunen
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Zum Bauernhof gehören insgesamt drei Scheunen und vier Garagen, die vielfältig genutzt werden können.

Die Küche...
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...verfügt über ein großes freistehendes Element und besticht durch einen Ausblick ins Grüne.

Wintergarten
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Der großzügige Wintergarten ist mit großen Ledersesseln und einem Deckenventilator ausgestattet.

Das Schlafzimmer
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Das Schlafzimmer ist mit Massivholz-Möbeln im Landhausstil eingerichtet.

Wettbewerber Wimdu verhandelte zumindest Berlin betreffend lieber vor Gericht. „Weil Wimdu zu den Werten des selbstbestimmten Reisens steht und Vielfalt statt Verbote gutheißt, waren wir von Anfang an entschlossen, das Berliner Totalverbot nicht hinzunehmen“, schreibt der Vermittler auf seiner deutschen Internetseite zu seinem Kampf gegen das Berliner Gesetz gegen Zweckentfremdung und berichtet auch gleich über „einen großen Erfolg“ vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg. Die Richter seien zu der Überzeugung gekommen, dass die Berliner Bestimmungen gegen das Eigentumsrecht verstoßen.

Was Wimdu auf seiner Internet-Seite verschweigt: Das OVG Berlin hält das Zweckentfremdungsverbot des Landes Berlin für rechtmäßig, soweit es um den Schutz des Wohnraumbestandes geht. In die Eigentumsrechte greife das Gesetz nur insofern unzulässigerweise ein, soweit es rückwirkend auch eine vor dem 1. Mai 2014 begonnene Vermietung von Räumen als Ferienwohnung als Zweckentfremdung behandele, meinen die Berliner Richter. Sie wollen aber ihre Meinung überprüft wissen und setzten zunächst einmal 41 anhängige Verfahren aus. Nun soll das Bundesverfassungsgericht entscheiden, ob die Rückwirkung des Berliner Gesetzes mit dem im Grundgesetz garantierten Eigentumsrecht vereinbar ist.

Unabhängig von der Rechtslage suggerieren Meinungsäußerungen im Internet, dass die Gefahr als illegaler Ferienwohnungsvermieter entdeckt zu werden nicht besonders groß sei. So heißt es bei www.anwalt.de: „Fakt ist und bleibt aber auch, dass die bestehenden städtischen Ressourcen in Form von einigen Mitarbeitern (in einer Mehrmillionenmetropole) der ernstlichen Überprüfung und Kontrolle nicht genügen dürften.“ Man werde auf Denunzianten angewiesen sein. Und es wird die Vermutung geäußert, dass das Abarbeiten der Hinweise aus der Nachbarschaft die Behörden überfordern wird.

München jedenfalls zeigt sich sehr entschlossen, illegalen Ferienwohnungsvermietern das Geschäft zu verderben. „Insgesamt wurden Zweckentfremdungsverfahren über rund 2400 Wohneinheiten bearbeitet“, teilte die Stadt mit. Nicht in allen Fällen ging es um Vermietungen an Touristen. Aber immerhin stehen nun 88 illegale Ferienwohnungen nun wieder Dauermietern statt Touristen zur Verfügung.

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1 Kommentar zu "Airbnb, Wimdu & Co.: München nimmt Vermieter in Zwangshaft"

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  • Normalverdiener dürften mittlerweile kaum eine Chance auf eine Wohnung in München haben. Letztlich ist es ein Wettbewerb zwischen Touristen, Gutverdienenden und den Gästen der Kanzlerin die mittels Steuergeldern in städtischen Quartieren untergebracht werden. Ich nehme nicht an, dass die Behörden derart drastische Massnahmen ergreifen würden wenn es sich um Ureinwohner, ausserhalb des Wahlkampfes Pack genannt, handeln würde.

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