Aktienverkauf
Abu Dhabi zieht sich aus Deutsche Annington zurück

Der Wohnkonzern Deutsche Annington verliert seinen größten Einzelaktionär. Der Staatsfonds von Abu Dhabi verkauft seinen verbliebene Beteiligung und kassiert 725 Millionen Euro. Die Aktie kann den Verkauf ausgleichen.
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London/FrankfurtKnapp zwei Jahre nach dem Börsengang verliert Deutschlands größter Wohnungskonzern Deutsche Annington seinen größten Einzelaktionär. Der Staatsfonds von Abu Dhabi, ADIA, warf in der Nacht zum Donnerstag seine verbleibende Beteiligung von 6,6 Prozent auf den Markt, wie eine mit der Transaktion vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Die 23,5 Millionen Papiere seien zu je 30,85 Euro platziert worden, knapp über dem unteren Ende der Preisspanne, die bis zum Schlusskurs von Mittwoch von 31,79 Euro reichte. Die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) streicht damit 725 Millionen Euro ein.

Der Platzierungspreis liegt drei Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch. Am Donnerstagmorgen notierte die Annington-Aktie im MDax mit 31,37 Euro schon wieder etwas über dem Platzierungspreis. Das Papier hat seit dem Börsengang im Juli 2013 deutlich zugelegt. Der Kurs verdoppelte sich im Vergleich zum Ausgabepreis von 16,50 Euro fast.

Der Finanzinvestor Terra Firma, der Annington aus drei Wohnungsgesellschaften gebaut und an die Börse gebracht hatte, reichte seine Anteile an dem Unternehmen danach anteilig an die eigenen Fondsanleger weiter. ADIA hielt auf diese Weise zunächst 13,4 Prozent. Der Staatsfonds hatte bereits zu Jahresbeginn damit begonnen, seine Beteiligung abzubauen. Vor einem Monat hatte ADIA einen Anteilsbesitz von knapp 9,5 Prozent an der Annington gemeldet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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