Alstria Office
Expansionshunger noch nicht gestillt

Alstria Office kauft für 95 Millionen Euro ein Portfolio aus sechs Bürogebäuden von einem nicht genannten deutschen Fonds. Dazu gehören die Deutschland-Zentrale von L'Oreal und das Wehrhahn-Center in Düsseldorf.
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Die Immobilienfirma Alstria Office wagt sich nach der Einkaufstour im vergangenen Jahr an eine weitere große Übernahme. Für 95 Millionen Euro kauft das Unternehmen ein Portfolio aus sechs Bürogebäuden von einem nicht genannten deutschen Fonds. Die Hälfte des Kaufpreises wird von einem Finanzkonzern per Brückenfinanzierung gestellt, die bald durch einen regulären Kredit abgelöst werden soll.

Die andere Hälfte will Alstria über eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage stemmen: Insgesamt werden bis zu sieben Millionen neue Aktien ausgegeben. Das Papier notierte am Dienstagabend vor Bekanntgabe der Nachrichten leicht im Plus bei 8,91 Euro.

Zu dem Portfolio gehört unter anderem die Deutschland-Zentrale von L'Oreal und das Wehrhahn-Center in Düsseldorf. Die Transaktion soll im zweiten Quartal abgeschlossen sein und pro Jahr einen Ergebnisbeitrag von fünf Millionen Euro liefern.

Schon 2011 hatte Alstria fleißig zugekauft. Das trieb das operative Ergebnis (FFO) wie geplant auf knapp 35 Millionen Euro hoch - ein Viertel mehr als im Vorjahr. Dabei profitierten die Hamburger auch davon, dass sie den Banken frühzeitig eine günstige Verlängerung ihrer Kredite abgetrotzt hatten. Der FFO je Aktie lag bei 48 Cent je Aktie, davon sollen 44 Cent als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Der vollständige Geschäftsbericht wird erst Ende März erwartet.

Alstria ist einer der wenigen börsennotierten Immobilienfonds (REITs) in Deutschland. Diese steuerbegünstigten Gesellschaften schütten traditionell den Löwenanteil ihrer Gewinne an die Eigner aus.

Experten warnen seit längerem, die Schuldenkrise könne sich schon bald auf die gewerblichen Immobilienmärkte niederschlagen, falls Investoren schwerer an Geld kommen. Bei Alstria zeigte sich dieses Bild bislang nicht. Allein 2011 kaufte die Firma zehn Immobilien im Wert von 170 Millionen Euro - darunter sogar riskantere Objekte, in die einiges investiert werden muss. Alstria verspricht sich davon Mietsteigerungspotenzial in der Zukunft. Für 2012 erwartet Vorstandschef Olivier Elamine einen FFO von 37 Millionen Euro bei einem Umsatz von 95 (2011: 91) Millionen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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