Altbausanierung
Gut gedämmt ist halb gewonnen

Charmant, gemütlich und hübsch ist das alte Häuschen mit seiner verwitterten Fassade, den original erhaltenen Fenstern und dem entzückenden Kachelofen - doch leider eine entsetzliche Energieschleuder. Grund für viele Interessenten, Abstand von einem Kauf zu nehmen. Das muss jedoch nicht sein. Denn auch bei Altbauten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine mindestens befriedigende, manchmal sogar ausgezeichnete Energiebilanz zu erzielen.

BERLIN. Wie es gehen kann, zeigt das Beispiel der Familie Fischer-Espey aus Esslingen. Die erwarb vor einigen Jahren ein 1938 errichtetes Wohnhaus, sanierte es in mehreren Schritten und reduzierte so nach Angaben des Umweltministeriums Baden-Württemberg den Energieverbrauch für die 237 Quadratmeter (qm) Wohnfläche von jährlich 35 000 Kilowattstunden (kWh) auf 14 000 kWh. Mit einem Verbrauch von 59 kWh pro qm Wohnfläche unterschreitet es damit die Forderung der Energieeinsparverordnung um fast 40 Prozent.

Wer einen solchen Erfolg erzielen will, sollte sich zuallererst professioneller Unterstützung versichern. "Jede Modernisierung beginnt mit der Analyse des Gebäudes", heißt es bei der Deutschen Energie-Agentur (Dena). Sie empfiehlt die Beratung durch einen Energieberater. Er untersucht, wo das Gebäude Energie verliert und welche Gegenmaßnahmen sinnvoll sind. Bei umfangreichen Sanierungen sei es zudem sinnvoll, einen spezialisierten Bauingenieur oder Architekten zu beauftragen und erst danach die Aufträge an die Handwerker zu vergeben.

Eine entscheidende Bedeutung beim Energiesparen im Bestand kommt der Fassadendämmung zu - schließlich bringt es wenig, eine effiziente Heizung einzubauen, wenn die Wärme ungehindert ins Freie entweicht. Beim Wohnhaus der Familie Fischer-Espey verbauten die Handwerker 65 Kubikmeter Wärmedämmung: 18 Zentimeter dicke Mineralfaserplatten dämmen das Mauerwerk, während das Ziegeldach mit einer 20 Zentimeter dicken Dämmschicht aus Mineralwolle versehen wurde.

Ausgetauscht werden zumeist auch die alten gegen neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung. Und drittens trägt eine moderne Heizanlage - unter Umständen kombiniert mit der Nutzung von Erdwärme oder dem Anbringen von Sonnenkollektoren - zum Energiesparen bei. Unbedingt nötig ist es nach Angaben der Experten jedoch, ein solchermaßen gut gedämmtes Gebäude mit einer Lüftungsanlage zu versehen, um Schimmelbildung zu verhindern.

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