Analysten sind uneinig: Bürohochburgen: Nur Optimisten sehen die Trendwende

Analysten sind uneinig
Bürohochburgen: Nur Optimisten sehen die Trendwende

Eine verwirrende Datenflut macht es Investoren derzeit schwer, Chancen und Risiken in den fünf deutschen Bürohochbur-gen abzuschätzen. Einige Immobiliendienstleister wollen erste Anzeichen für einen bevorstehenden Aufschwung in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München ausgemacht haben. Andere sehen die Märkte bestenfalls in einer Stagnation verhaftet.

DÜSSELDORF. Zu Letzteren zählt CB Richard El-lis (CBRE). ""Wegen der schwachen deutschen Wirtschaftsentwicklung hinken auch die Büromärkte dem Aufschwung in Europa hinterher", registrieren die Analysten des internationalen Immobilienberaters in ihrer August-Studie über die globale Marktentwicklung der Märkte. In Westeuropa seien die Mieten im ersten Halbjahr im Schnitt um zwei Prozent gestiegen. Mit einer Ausnahme: Deutschland.

Insbesondere in der Bankenmetropole Frankfurt halte der Abwärtstrend noch an, heißt es in der Studie. Allerdings habe sich der Abschwung verlangsamt. Im Jahresvergleich seien die Mieten nur noch um 1,5 Prozent gefallen.

Atisreal beleuchtet den Markt aus einer anderen Perspektive. Der Immobiliendienstleister hat das Transaktionsvolumen untersucht. Das Ergebnis scheint auf den ersten Blick negativ. Danach haben von Januar bis Juni Investoren in den fünf Metropolen Büroimmobilien im Wert von 2,13 Milliarden Euro erworben - ein Umsatz-Minus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei fällt das Bild noch besser aus, als es der Realität entspricht. In den Daten sind auch die rund 500 Millionen Euro enthalten, mit denen die Deka-Bank ihrem notleidenden Deutschland-Fonds den Büroturm "Skyper" abgenommen hatte.

Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Atisreal Deutschland, schlägt dennoch keine Moll-Töne an. Schließlich waren offene Fonds, die in der Vergangenheit den Markt dominiert hatten, kaum noch als Käufer in Erscheinung getreten, weil sie im ersten Halbjahr Mittelabflüsse von weit mehr als zwei Milliarden Euro hinnehmen mussten - und eher als Verkäufer agierten. Hingegen haben ausländische Investoren deutlich stärker als in den Vorjahren Bürotürme erworben.

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