Anlage: Mietshäuser sind der Liebling der Hamburger

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Mietshäuser sind der Liebling der Hamburger

Vermietete Mehrfamilienhäuser sind in Hamburg gefragt wie selten. Die Flucht in Sachwerte aus Furcht vor Inflation, vor allem aber der Mangel an attraktiven Anlagealternativen machen die sogenannten Zinshäuser für viele private Käufer besonders attraktiv.
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HAMBURG. Zumindest in diesem Punkt sind sich die beiden in dieser Woche veröffentlichte Berichte zum Zinshausmarkt der Hansestadt einig. In einem entscheidenden Punkt allerdings unterscheiden sich die Prognosen der beiden Hamburger Maklerhäuser Grossmann & Berger sowie Zinshausteam & Kenbo deutlich. Während Grossmann & Berger erwartet, das die Zahl der Verkäufe von Zinshäusern von 386 im Jahr 2009 auf mehr als 400 steigen wird, geht man beim Wettbewerber Zinshausteam davon aus, dass "die Zahl der Transaktionen in diesem Jahr wegen des fehlenden Angebots zurückgehen" werde.

Einigkeit wiederum herrscht bezüglich der zukünftigen Preisentwicklung. Das Preisniveau sei stabil auf hohem Niveau, sagt Matthias Baron vom Zinshausteam. Er schätzt die Brutto-Renditen von Hamburger Zinshäusern derzeit auf fünf bis acht Prozent - je nach Lage. Differenziertere Aussagen zum Preisniveau für Mehrfamilienhäuser macht die Grossmann & Berger-Studie, die das Preis- und Renditeniveau in allen Stadtteilen der Hansestadt analysiert. Ergebnis: In der Innenstadt und an der Alster zahlt man für Mehrfamilienhäuser bis zum 22-fachen einer Jahresnettokaltmiete. Im Süden und Norden hingegen werden nur Preise bis maximal zum 14-fachen gezahlt.

Häuser finden schon nach zwei bis drei Monaten einen Käufer

"Niedrige Baufinanzierungszinsen, wenig Wohnungsneubau, steigende Mieten in guten Lagen und das Bevölkerungswachstum an der Elbe beflügeln den Markt aktuell enorm", beobachtet Grossmann & Berger-Geschäftsführer Andreas Kunze. Interessenten zögerten nicht lange: Die Vermarktungszeiten liegen in gefragten Lagen mit marktüblichen Preisen aktuell bei lediglich zwei bis drei Monaten. Carsten Rieckhoff, Leiter Research beim Maklerunternehmen Engel & Völkers rät Vermietern, konstant in ihre Immobilie zu investieren. "Mieter werden immer anspruchsvoller, weshalb zwischen fünf und 15 Prozent der Mieteinnahmen für Instandhaltungsmaßnahmen eingeplant werden sollten."

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