Anlageprodukt
Zahl von Spezialfonds für Wohnimmobilien wächst

Anbieter von Spezialfonds zeigen ein zunehmendes Interesse an Wohnimmobilienfonds. Während es im vergangenen Jahr gerade einmal drei Spezialfonds gab, die zu mehr als 80 Prozent in Wohnimmobilien investiert waren, sind bereits in den ersten sechs Monaten dieses Jahres drei neue Wohnimmobilien-Spezialfonds auf den Markt gekommen. Weitere sollen folgen.

FRANKFURT. Der Markt für Wohnimmobilien hat sich 2006 im Vergleich zu anderen Immobilienbereichen sehr gut entwickelt. Laut der IPD Investment Property Databank konnten Wohnimmobilien im vergangenen Jahr ein Wachstum von 6,6 Prozent erzielen, während der Deutsche Immobilien- Index (DIX), ein Index für Bestandsimmobilien, insgesamt nur um 1,3 Prozent zulegte. "Der Bereich Wohnimmobilien war im vergangenen Jahr das beste Segment auf dem deutschen Immobilienmarkt", meint Daniel Piazolo, Geschäftsführer der IPD Investment Property Databank.

"Nachdem insbesondere amerikanische Finanzinvestoren die Gelegenheit erkannt und den Weg geebnet haben, springen nun Spezialfonds auf diesen fahrenden Zug mit auf", erklärt Piazolo. Zwar sei der Wohnimmobilien-Markt 2006 sehr gut gelaufen, doch stellt sich für ihn die Frage, ob sich dieser Boom auch dieses Jahr fortsetzen wird.

Darüber hinaus ist fraglich, wie stark Wohnimmobilien in den Fokus der institutionellen Investoren gerückt sind. Die Spezialfonds-Anbieter sind davon überzeugt. "Wohnimmobilien bieten im Vergleich zu anderen Immobilienbereichen zwar eine etwas niedrigere Rendite, dafür allerdings auf Grund der geringen Leerstände und Volatilität ein Plus an Sicherheit", konstatiert Sebastian Thürmer, Leiter des Investorenmanagements bei LB Immo Invest.

Bereits in den vergangenen Jahren haben Versicherungsgesellschaften und Pensionkassen ihre direkten Wohnimmobilienbestände drastisch reduziert. So hält die Versicherungsbranche, laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, heute nur noch 13 Prozent an Wohnimmobilien im Vergleich zu 40 Prozent in den 70er-Jahren.

Für Investoren ist es heute interessanter, indirekt in Wohnimmobilien zu investieren. "Es ist sehr zeitintensiv, Wohnimmobilien direkt im Bestand zu halten, da sie sich mit vielen Mietern auseinander setzen müssen", weiß Bernard Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung von AMB Generali Immobilien. Allerdings hält Berg Wohnungsfonds mit internationalem Fokus für interessanter als Fonds mit Schwerpunkt Deutschland. "Bei ihnen würde man von weniger regulierten Märkten profitieren", so Berg.

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