Auch Deutsche Bank verklagt Anleger gehen bei „Ghekin-Verkauf“ leer aus

Rund 9000 Anleger hat der Immobilienfonds IVG, der die „Gherkin“ 2007 zur Hälfte gekauft hatte, diese Anlegern gehen nun aller Voraussicht nach leer aus. Aus dem Verkauf des Hochhauses dürfte für sie nichts übrigbleiben.
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Die berühmt-berüchtigte Londoner „Gherkin“ ist verkauft. Die Anleger eines Immobilienfonds werden wohl trotzdem kein Geld sehen. Quelle: AFP

Die berühmt-berüchtigte Londoner „Gherkin“ ist verkauft. Die Anleger eines Immobilienfonds werden wohl trotzdem kein Geld sehen.

(Foto: AFP)

BerlinDer Verkauf des berühmten Londoner Hochhauses „Gherkin“ wird den Anlegern des Immobilienfonds IVG 14 nach Auffassung ihrer Anwälte kaum etwas bringen. Die Banken erhielten aus dem Verkaufserlös in dreistelliger Millionenhöhe ihre Kredite zurück, für die rund 9000 Beteiligten an dem Fonds dagegen werde fast nichts übrig bleiben, teilte die Kanzlei Kälberer & Tittel am Dienstag in Berlin mit. Sie vertritt rund tausend der Anleger.

Der Fonds und die Investmentbank Evans Randall hatten die „Gurke“ von Stararchitekt Norman Foster 2007 je zur Hälfte für insgesamt 600 Millionen Pfund gekauft. Dem Fonds stehe damit nun die Hälfte des Verkaufserlöses zu, laut „Financial Times“ sind das 726 Millionen Pfund (925 Millionen Euro). Doch hohe Schulden und Verluste aus riskanten Geschäften fräßen diesen Erlös quasi auf, erklärte Anwalt Dietmar Kälberer. Der Fonds habe Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 300 Millionen Pfund, dazu kämen Verluste in Höhe von 134,5 Millionen Pfund.

Die Klagen der Anleger richten sich den Anwälten zufolge vor allem gegen die Deutsche Bank und die Commerzbank als Rechtsnachfolgerin der Dresdner Bank, die 2007 die Fondsanteile an Privatanleger verkauft hatten. Diese seien damals „in vielen Fällen nicht ausreichend über Risiken und Rückvergütungen an die Vertriebsbanken aufgeklärt“.

Die Safra Group des brasilianischen Milliardärs Joseph Safra hatte am Montag mitgeteilt, sie habe das Gebäude erworben. Einen Kaufpreis nannte die Gruppe nicht.

Riesige Gurken und legendäre Brücken
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30 St Mary Axe, London

Auch Swiss-Re-Tower genannt, dominiert der 180 Meter hohe Turm im Londoner Finanzbezirk. Er wurde 2001 bis 2004 an der Stelle des durch einen IRA-Anschlag zerstörten Baltic Exchange erbaut. Wegen seiner Form wird das Hochhaus auch oft etwas abfällig „The Gherkin“ genannt (englisch für Gurke). Den Mitgliedern des Royal Institute of British Architects scheint das Gebäude jedoch gefallen zu haben; Sie verliehen Foster 2004 den Stirling Prize. Die Safra Group hat den Büroturm von Deloitte gekauft. Finanzielle Details nannten die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung nicht. Foto: dpa

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Norman Foster feiert im nächsten Jahr seinen 80. Geburtstag. Ob die Kuppel des Berliner Reichstags oder der Innenhof des British Museums in London - Foster beweist bei seinen Bauwerken ein Händchen für Licht, Helligkeit und Transparenz. Ausgezeichnet mit diversen Architekturpreisen wurde Foster 1990 von der Queen in den Adelsstand erhoben worden und darf sich seit 1999 sogar Baron Foster of Thames Bank nennen. Seine Bauwerke prägen das Bild zahlreicher Städte...

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New Apple headquarters
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Apple Zentrale, Cupertino

Apple darf in Cupertino ein neues Hauptquartier bauen. Der Entwurf stammt aus dem Architekturbüro Foster & Partners. Ende 2013 bekam Apple endgültig das OK des Stadtrats und will das neue Hauptquartier voraussichtlich Mitte 2016 eröffnen. Das vierstöckige Gebäude soll mehr als 14.000 Mitarbeitern Platz bieten.

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Millenium Bridge, London

Gerade in London stößt man vielerorts auf Entwürfe von Norman Foster wie die Millenium Bridge. Die Fußgängerbrücke über die Themse in London verbindet die City of London auf der Nordseite mit dem Stadtteil Southwark auf der Südseite. Die Millennium Bridge wurde am 10. Juni 2000 eröffnet und musste nur zwei Tage später wegen unkontrolliertem heftigen Schwanken wieder geschlossen werden. Die Sanierung dauerte fast zwei Jahre und die Brücke wurde im Februar 2002 wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

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City Hall, London

Die City Hall ist das Rathaus von London und befindet sich am Südufer der Themse im Stadtteil Southwark. Das ovale Gebäude soll besonders energieeffizient sein, doch die Form rief viel Spott hervor: Helm von Darth Vader, eingedrücktes Ei oder Motorradhelm sind die Spitznamen des Amtssitzes von Londons Bürgermeister Boris Johnson.

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Hearst Building, New York

Das 46-stöckige Hearst Building wurde 2004 in ein bereits vorhandenes Gebäude eingefügt. Der Sockel des Gebäudes an der New Yorker Eight Avenue wurde 1928 unter der Leitung des Architekten Joseph Urban fertiggestellt. Das Gebäude gilt als einer der umweltfreundlichsten Wolkenkratzer New Yorks.

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Hauptbahnhof, Dresden

Der Dresdener Hauptbahnhof wurde von 2000 bis 2006 umfassend saniert. Eine Besonderheit des Bahnhofs ist das von Lord Norman Foster entworfene Dach mit einer Glasfasermembran. Tagsüber ist die Membran des Daches lichtdurchlässig und nachts reflektiert sie das Licht der Bahnhofshalle. Das 25.000 Quadratmeter große Dach kostete 77 Millionen Euro.

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1 Kommentar zu "Auch Deutsche Bank verklagt: Anleger gehen bei „Ghekin-Verkauf“ leer aus"

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  • Das nennt man intelligente Preisgestaltung.

    Das ist so alt wie die Welt - und wird es immer wieder geben. Außerdem liegt es auf der Hand.

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