Auch wer ein neues Bauträgerhaus kauft, kann sparen
Legal Grunderwerbsteuer sparen

Mit geschickt formulierten Verträgen können Immobilienkäufer einen Teil der Grunderwerbsteuer sparen. Auf einige legale Tricks macht der Ring Deutscher Makler (RDM) aufmerksam. Üblicherweise beansprucht der Fiskus 3,5 Prozent des Kaufpreises für sich.

HB DÜSSELDORF. So ließen sich beispielsweise einige Kostenstellen im Kaufvertrag als separate Unterpunkte neben dem reinen Grundstückserwerb aufführen – beispielsweise können Instandhaltungsrücklagen bei Eigentumswohnungen außen vor bleiben. Gleiches gelte für manche Einrichtungsgegenstände wie beispielsweise Küchen und Schränke. Voraussetzung für die Steuerfreiheit: die mitgekauften Möbel lassen sich jederzeit wieder entfernen. Kein Abzug ist demnach für fest eingebaute Wandschränke möglich.

Per Gesetz ist zudem geregelt, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer dem Staat die Grunderwerbsteuer schulden. Allerdings wird üblicherweise per notariellem Kaufvertrag vereinbart, dass der Käufer alleine die Steuer zahlen muss. Durch Verhandlungsgeschick könne der Käufer allerdings versuchen zu erreichen, dass der Verkäufer einen Teil übernimmt. Dies habe vor allem in Regionen mit einem Überangebot an Immobilien Aussicht auf Erfolg.

Auch wer ein neues Bauträgerhaus kaufen will, kann unter Umständen sparen, berichten die Makler: Werden Grundstücks- und Hauskauf in separaten Verträgen geregelt, so ist unter bestimmten Voraussetzungen nur die Grunderwerbsteuer für den Grundstückskauf zu zahlen. Bei einem Kompletterwerb ist hingegen die Steuer für beides zu entrichten. Um dies zu verhindern, muss der Käufer dem Finanzamt schlüssig darlegen können, dass er bei der Wahl des Bauträgers freie Hand hatte und Grundstückserwerb sowie Hausbau nicht miteinander verknüpft sind.

Keine Grunderwerbsteuer fällt an, wenn eine Immobilie vererbt beziehungsweise verschenkt wird. Gleiches gilt, wenn Eltern eine Immobilie an ihren Nachwuchs verkaufen.

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