Aufwärtstrend
Immobilienpreise und Zinsen ziehen an

Die Zeit des ultra-billigen Baugelds scheint vorbei: Denn der Hypothekenzins steigt seit dem Frühjahr – wenn auch bisher auf niedrigem Niveau. Gleichzeitig klettern die Immobilienpreise.
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Frankfurt/ MainDie extrem niedrigen Zinsen befeuern den Immobilienmarkt in Deutschland. Vor allem in Großstädten wird Wohneigentum immer teurer, ein Ende des Aufwärtstrends ist nicht in Sicht. Dank historisch niedriger Zinsen für Hypotheken können Käufer ihr Eigenheim aber wenigstens sehr günstig finanzieren. Noch.

Denn seit Amerikas Notenbankchef Ben Bernanke im Mai andeutete, die Notenpresse allmählich etwas langsamer rotieren zu lassen, gehen die Zinsen wieder nach oben, betont Immobilienexperte Stefan Mitropoulos von der Helaba.

Die Folgen bekommen Käufer in Deutschland zu spüren, die die eigenen vier Wände per Kredit finanzieren. Noch im Frühjahr kostete Baugeld mit zehn Jahren Laufzeit im Schnitt 2,31 Prozent, sagt Max Herbst von der FMH Finanzberatung in Frankfurt. Seither ist der Zins auf 2,76 Prozent geklettert. Und Herbst ist überzeugt: „Bei den Hypothekenzinsen ist noch Luft nach oben.“

So sieht es auch Mitropoulos. Er schätzt, dass der Preis fürs Baugeld bis Ende 2014 auf 3,0 bis 3,5 Prozent steigen wird: „Das ist immer noch ein sehr niedriger Zinssatz, die Hausfinanzierung bleibt für viele Menschen erschwinglich.“ Schließlich liege der langjährige Durchschnitt bei 6,5 Prozent. Vor einigen Jahren habe er sogar bei 8 Prozent gelegen.

So viel ist klar: Ewig werden die Hypotheken-Zinsen nicht auf dem aktuellen Schnäppchen-Niveau verharren. Doch auch ein rapider Anstieg ist zunächst unwahrscheinlich. Denn die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gesenkt und angekündigt, ihn „für längere Zeit auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau“ zu halten.

„Die wirtschaftliche Situation in Europa und die Aussagen der EZB deuten darauf hin, dass Baufinanzierungen in Deutschland weiterhin höchst attraktiv bleiben“, sagt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher des Finanzdienstleisters Dr. Klein & Co.

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Kommentare zu " Aufwärtstrend: Immobilienpreise und Zinsen ziehen an"

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  • @Rechner: Wären ohne Euro die Zinsen Griechenlands nicht - wie vor dem Euro - über 20%, weil das Risiko der Rückzahlung so groß war? Banken aus Nordeuropa haben sich das Risiko mit hohen Zinsen bezahlen lassen. Die Poltiker, die den Euro wollten haben die Staatsanleihen aller Eurostaaten, egal ob Griechenland oder Deutschland als risikolos eingestuft.
    Vor dem Euro hatte Spanien und Italien über 12 % Zinsen, das war ein Disziplinieungsinstrument, die Verschuldung nicht ausufern zu lassen.

  • '@Rechner' sagt
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    @Rechner:"...sondern durch die Bankenfehlregulierung per Basel 1,2 und die dadurch ausgelöste Kreditblase in den Perpherieländern verursacht."
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    Ohne Euro wäre nie soviel Kapital in die Krisenstaaten geflossen. Erst der Euro ermöglichte die Kreditblase, die Immoblase in Süanien und Irland.
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    Was Sie nicht sagen.

    Wie kommt es, daß soviel Kapital nach USA, Großbritannien und Island geflossen ist, unter Auslösung enormer Kreditblasen?

    Liegt auch am Euro?

    ...

    Die Gemeinsamkeit aller Kreditblasen der letzten 15 Jahre innerhalb und außerhalb dr Eurozone ist nicht die Währung, sondern die Fehlregulierung der Finanzindustrie durch Basel 1,2,3.

    Ihre Behauptung, das habe an Euro gelegen, ist ein modernes Märchen, das Sie nicht belegen, weil Sie es nicht belegen KÖNNEN.

  • 'NACH-Rechner' sagt
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    Und mit Festgeld sieht es nicht besser aus, das die OFFIZIELLE Inflationsrate bekanntermassen unter der REALEN Inflationsrate liegt.
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    Ihre "REALE Inflationsrate" ist eine Ausgeburt Ihrer Phantasie.

    Ansonsten ist Ihre "Nachrechung" über 5 Jahre Unsinn - für fünf Jahre bekommt man bis zu 2,65% ausweislich

    http://www.tagesgeldvergleich.net/tagesgeld-lexikon/termingeld.html

    ...

    Es wäre zu Empfehlen, zum "Nachrechnen" noch ein bißchen "Nachdenken" hinzuzufügen.

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