Augsburger Patrizia gewinnt: LBBW verkauft 21.500 Wohnungen für 1,4 Milliarden Euro

Augsburger Patrizia gewinnt
LBBW verkauft 21.500 Wohnungen für 1,4 Milliarden Euro

Es ist einer der größten Immobiliendeals der jüngeren Vergangenheit. Der Zuschlag für rund 21.500 Wohnungen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist erteilt. Eine Augsburger Immobilienfirma holt sich das Portfolio.
  • 11

Stuttgart/ München/ FrankfurtDie Bietergemeinschaft rund um die Stadt Stuttgart hat im Milliardenpoker um die etwa 21.500 Wohnungen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verloren. Den Zuschlag in Deutschlands größtem Immobiliendeal seit rund dreieinhalb Jahren erhielt das Augsburger Unternehmen Patrizia, wie die Patrizia Immobilien AG am Montagabend in einer Mitteilung an Investoren berichtete. Der Kaufpreis betrage 1,435 Milliarden Euro, teilten Patrizia und LBBW mit.

Demnach haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der LBBW für einen Verkauf an ein Konsortium entschieden, das von der Patrizia geführt wird. Nähere Angaben zum siegreichen Bieterkreis machte Patrizia nicht. Es hieß lediglich, dass der Zusammenschluss „aus verschiedenen langfristig orientierten nationalen und internationalen Investoren“ bestehe.

Die Gegenseite, das sogenannte Baden-Württemberg-Konsortium, hatte in einem monatelangen Zweikampf mit der Patrizia um die überwiegend in Baden-Württemberg gelegenen Immobilien gerungen.

Mit der Entscheidung geht das Baden-Württemberg-Konsortium rund um die Stuttgarter GWG-Gruppe und die Stadt Stuttgart komplett leer aus. Die zwei Kontrahenten waren zum Schluss die einzigen verbliebenen Bieter, wie aus mit dem Geschäft vertrauten Kreisen verlautete.

Die LBBW musste sich von dem milliardenschweren Bestand im Zuge einer von der EU verordneten Schrumpfkur trennen. Im Gegenzug durfte die während der Finanzkrise gehörig in Schieflage geratene LBBW milliardenschwere Hilfen aus Steuergeld annehmen. Brüssel hatte angekündigt, streng darauf zu achten, dass kein Bieter in dem Prozess benachteiligt wird. Es sollte keinesfalls einen politisch motivierten Deal geben. Die LBBW betonte dementsprechend, dass der Zuschlag an den Meistbietenden gegangen und der Prozess damit fair und diskriminierungsfrei abgelaufen sei. „Dies wurde von dem von der EU eingesetzten Treuhänder auch so bestätigt.“

Seite 1:

LBBW verkauft 21.500 Wohnungen für 1,4 Milliarden Euro

Seite 2:

Ein Rekordbrecher unter den Immobiliendeals

Kommentare zu " Augsburger Patrizia gewinnt: LBBW verkauft 21.500 Wohnungen für 1,4 Milliarden Euro"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Danke für den Tipp: Ist wirklich lustig gewesen!

  • Frage an die Rot/Grüne Landesregierung, wie konnten sie diesen Deal zulassen???
    Was wurde ihnen von der Landesbank dafür versprochen?
    Diesen Verkauf hat die Landeregierung sofort zu stoppen.
    Die LBBW ist im Besitz des Landes Baden-Württemberg, und wurde jüngst durch Steuermittel gerettet.
    Sofortiger Stopp, und diese Verkaufsstrategien der LBBW auf den öffentlichen Tisch, für mich sind die Preise pro Wohnung viel zu niedrig.
    Ein neuer Tatort Hypo Alpe Adria öffnet sich!!!
    Danke

  • Ach, ist nicht das Land BaWü Eigentümer der LBBW. Regiert dort nicht Grün-Rot? Na die sind doch über alle Zweifel erhaben...

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%