Ausschüttung auf das Eigenkapital
Der geschlossene Immobilienfonds auf dem Weg zum Rentenfonds

Anbieter geschlossener Immobilienfonds wollen ihre Beteiligungen als Altersvorsorgeinstrumente hoffähig machen. Das Konzept heißt: Früh tilgen, damit später mehr ausgeschüttet werden kann.

Einer der Pioniere solcher „Rentenfonds“ ist Wolfgang Görlich. Sein bereits 1996 aufgelegter „Renten- Immobilienfonds I“ sollte in ein Berliner Geschäftshaus investieren und nach zehn Jahren durch Mieteinnahmen und Nachschüsse der Gesellschafter schuldenfrei sein. Das Projekt scheiterte, weil Vertrieb wie Anleger damals noch vollkommen auf so genannte Steuersparmodelle mit anfänglich hohen Verlustzuweisungen fixiert waren. Görlich nahm den Fonds noch im gleichen Jahr mangels Interesse vom Markt.

Konkurrenz durch Steuerspar-Immobilienfonds muss der Fondsinitiator Hannover Leasing (HL), an dem die Landesbank Hessen-Thüringen zur Hälfte beteiligt ist, für sein neues Angebot nicht mehr fürchten. Es gibt sie nicht mehr. Das Strickmuster des HL-Fonds, der demnächst auf den Markt kommen wird, ähnelt dem des Görlich-Fonds. Zwar sind keine Nachschüsse der Gesellschafter erforderlich, doch aufgrund des anfängliche Ausschüttungsverzichts sollen die ursprünglichen Schulden nach zwölf Jahren auf ein Drittel abgeschmolzen sein. In der dann folgenden Rentenphase werden jährlich zehn Prozent Ausschüttung auf das Eigenkapital in Aussicht gestellt.

Zielgruppe seien Personen, die 50 bis 55 Jahre alt sind und über ein Netto-Monatseinkommen zwischen 5 000 und 10 000 Euro verfügen, sagt Christian Kiefer, Geschäftsführer des HL-Exklusivvertriebs Accontis. Voraussetzung für ein solches Konzept: Ein langfristiger Mietvertrag mit einem Mieter allerbester Bonität. HL glaubt, ihn für das Fondsobjekt in Leonberg in der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft gefunden zu haben.

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