Barrierefrei gemäß der Norm
Kleine Kniffe mit großer Wirkung

Eine Altbauwohnung lässt sich nur selten so weit umrüsten, dass sie barrierefrei gemäß der einschlägigen Norm (DIN 18025) ist. Doch mit einigen pfiffigen Detaillösungen lässt sich zumindest ein barrierarmes und seniorengerechtes Domizil schaffen, dass dann sogar in einigen Punkten diese Norm erfüllt.

HB DÜSSELDORF. Vielen älteren Menschen fällt es schwer, Hindernisse geringer Höhe zu überwinden. Auf eine Stufe zu steigen, fällt ihnen dagegen leichter, als eine Schwelle zu überqueren. Deswegen empfehlen Experten, die Schwelle im Übergang zu Balkon oder Terrasse durch eine Stufe zu ersetzen. Die Stufe verhindert zudem, dass Wasser von außen eindringen kann. Ein Rost könne die Balkonfläche zusätzlich auf das Niveau der Stufe anheben, ohne einen Wassereinbruch in die Wohnung zu riskieren, sagt Susanne Edinger, die an der Fachhochschule Heidelberg Vorschläge zur barrierearmen Gestaltung von Wohnflächen erarbeitet hat. Im Bad erspart die bodengleiche Dusche das Überklettern des Wannenrandes. Haltegriffe an der Wand erleichtern es, Badewanne oder Toilette zu verlassen.

Für die Küche gilt ein einfaches Prinzip: Alles sollte so angeordnet sein, dass im Sitzen gearbeitet werden kann. Das bedeutet etwa, dass Rollstuhlfahrer mit ihren Beinen unter Spüle und Herd Platz finden. Der Backofen sollte in Sichthöhe angebracht sein. Ist es nicht möglich, Fenster von Einrichtungsgegenständen frei zu halten, empfehlen Experten den Einbau elektrischer Fensteröffner.

Der Einbau elektrischer Schalter in Höhe von 85 Zentimetern über dem Boden ermöglicht es Rollstuhlfahrern, ohne Verrenkungen das Licht ein- und auszuschalten. Auch der Briefkasten sollte in rollstuhlgerechter Höhe angebracht werden.

Wo der Einbau eines Aufzugs nicht möglich ist, empfiehlt Wohnexperte Holger Stolarz vom Kuratorium Deutsche Altershilfe einen zweiten Handlauf im Treppenhaus. Nicht, um sich mit beiden Händen abstützen zu können. Dazu seien viele Treppenaufgänge zu breit. Die Armkraft älterer Menschen sei oft sehr unterschiedlich ausgeprägt. Ein zweiter Handlauf ermögliche es ihnen, beim Treppensteigen auf ihre stärkere Seite zu wechseln, sagt Stolarz. rrl

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