Baufinanzierung
Wie Häuslebauer und Käufer jetzt sparen

Die Zinsen für Baugeld steigen. Doch keine Angst: Bauherren und Käufer können aber mit cleveren Strategien gegenhalten. Wie die Finanzierung privater Immobilien günstig und flexibel wird. Unser Tool der Woche.
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DüsseldorfEines direkt vorweg: Die Zeit des absoluten Zinstiefs dürfte erst einmal vorbei sein. Ende April gab es noch Baugeld mit einer Zinsbindung von zehn Jahren für durchschnittlich 1,2 Prozent. Und die günstigsten Anbieter warben im Frühjahr sogar mit Sätzen unter einem Prozent.

Seitdem hat sich der Markt aber verändert. Die Zinswende in den USA rückt näher, was auch deutsche Zinspapiere weniger attraktiv erscheinen lässt. Wie die Investoren aktuell ticken zeigt das Beispiel einer Versteigerung von zehnjährigen Bundesanleihen Mitte Juli. Obwohl die Rendite mit 0,88 Prozent so hoch wie zuletzt im Oktober vergangenen Jahres war, konnte die Finanzagentur nur Papiere im Wert von 4,5 Milliarden absetzen. Geplant waren fünf Milliarden Euro. „Die Flucht in den sicheren Hafen Deutschland hat abgenommen“, sagte Nord LB-Analyst Christian Lips. Der Grexit sei erst einmal vom Tisch.

Die Folge sind steigende Renditen, in deren Folge auch Baugeld nicht mehr zum Tiefstpreis offeriert wird. Im Schnitt verlangen die Banken für zehnjährige Darlehen jetzt einen Zins von 1,8 Prozent. Und die Hoffnung, dass die Banken im Zuge eines schlecht laufenden Geschäfts mit anderen Finanzprodukten auf ihre Erträge verzichten, trügt. „Die Baufinanzierung ist die letzte Insel der Glückseligkeit“, erklärt Oliver Mihm, Vorstand der Frankfurter Unternehmensberatung Investors Marketing. Die Margen seien in den vergangenen Jahren nur minimal gesunken. „Bei der ersten Finanzierung liegen sie im Schnitt bei 80 Basispunkten, bei Anschlussdarlehen bei 60 Basispunkten.”

Immobilienkäufer und Häuslebauer sollten sich dennoch nicht grämen. Denn die aktuellen Sätze sind im langjährigen Vergleich immer noch auf Schnäppchen-Niveau. Der Blick zurück zeigt: Im Jahre 2008 lagen die Sätze für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung im Schnitt noch bei gut 5,5 Prozent.

Und es kommt nicht nur auf die Basissätze, sondern auch auf die Konditionen an. Ein Vergleich der FMH Finanzberatung für das Handelsblatt zeigt, welche Anbieter niedrige Zinsen, Flexibilität bei der Tilgung und günstige Darlehen der Förderbank KfW bieten. Mit dem Baugeld-Vergleich können Kreditnehmer die günstigsten Konditionen individuell errechnen.

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