Baukredite zum Schnäppchenpreis
Der Clou mit dem Energiesparhaus

Wer die monatliche Miete in Zukunft vermeiden will, für den sind die Zeiten günstig: KfW, Länder und Kommunen helfen, den Traum vom eigenen Haus zu verwirklichen. Wer energiesparend baut, profitiert am meisten. Ein Überblick.
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FRANKFURT. Wer jetzt eine Immobilie kauft, baut oder umbaut, kann mit extrem billigen Baugeld kalkulieren. Zehnjährige Baukredite gibt es teilweise schon für unter drei Prozent. Dabei kommen Monatsraten heraus, die auch hartgesottene Mieter zum Grübeln bringen. Doch nicht nur die Zinsen sind so niedrig wie nie zuvor, auch fördern Vater Staat, Länder und Gemeinden die Häuslebauer. Wer sich hier gut informiert, kann viel Geld sparen.

Erste Anlaufadresse für Förderkredite ist die bundeseigene KfW Bankengruppe. Sie kann sich mit der Rückendeckung des Staates günstig refinanzieren und die Zinsvorteile weiterreichen. Zudem überweist der Bund zusätzlich Geld, um gezielt den Bau und Umbau von Wohnungen und Häusern zu fördern, die möglichst wenig Energie verbrauchen. Aber auch wer seine vier Wände fürs Alter barrierefrei umgestalten möchte, kommt in den Genuss zinsverbilligter Darlehen.

Der Klassiker ist das KfW-Wohneigentumsprogramm. Für die selbstgenutzte Immobilie kann der künftige Immobilieneigner 30 Prozent der Kosten mit dem KfW-Kredit bestreiten, maximal 100 000 Euro. Aktueller Zinssatz für ein zehnjähriges Darlehen: 3,14 Prozent effektiv. Zum Vergleich: Im Schnitt verlangen die Banken derzeit laut FMH-Finanzberatung 3,30 Prozent. Schon diese kleine Differenz von nicht einmal zwei zehntel Prozentpunten macht bei 100 000 Euro über zehn Jahre schon gut 1 500 Euro aus.

Wer ein energiesparendes Haus baut oder kauft, ist bei der KfW mit zehnjährigen Effektivzinsen für maximal 50 000 Euro ab 2,88 Prozent dabei. Wer energieeffizient saniert, etwa Dach oder Wände dämmt, kann 75 000 Euro ab 2,32 Prozent finanzieren. Zudem winken Tilgungszuschüsse. Dabei müssen die Immobilien mindestens 30 Prozent weniger Strom, Gas öder Öl verbrauchen als herkömmliche Neubauten. "Je höher die Energieeffizienz, desto attraktiver die Förderung", fasst es eine KfW-Sprecherin zusammen.

Schließlich gibt es von der KfW auch Darlehen für die Wohnraummodernisierung, etwa für neue Wasserleitungen, ein neues Bad oder die Kanalsanierung: maximal 100 000 Euro, ab 2,79 Prozent effektiv für zehnjährige Laufzeiten.

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