Befreiung von Grunderwerbsteuer für konzerninterne Verkäufe gefordert
Finanzinitiative will Immobilien für den Kapitalmarkt mobilisieren

Immobilien für den breiten Anlagemarkt mobilisieren – das ist eines der Ziele der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD), die von der Finanzwirtschaft und dem Bundesfinanzministerium (BMF) getragen wird. Die IFD erwartet nach Umsetzung eines von ihr vorgeschlagenen Maßnahmenbündels „die Veräußerung blockierter Immobilieninvestitionen von über 50 Mrd. Euro bis 2010“.

rrl DÜSSELDORF. Auf das gleiche Marktvolumen könnten in dieser Zeit spezielle Immobilien-AG’s kommen. Vorbild dafür sind die Real Estate Investment Trusts (Reits) in den USA. Reits sind von der Körperschaftsteuer befreit, sofern sie mindestens 75 Prozent des Kapitals in US-Immobilien investieren und 95 Prozent des Gewinns an die Anleger auszahlen.

Weiter wünscht sich die IFD, dass konzerninterne Grundstückstransaktionen und Käufe von Zwischenerwerbern bis zu einer Haltedauer von einem Jahr von der Grunderwerbsteuer befreit werden. Bei Immobilienverkäufen realisierte stille Reserven sollen mit Steuerstundungseffekt auch in andere Anlageformen als Immobilien investiert werden können.

Doch obwohl das Bundesfinanzministerium (BMF) IFD-Mitglied ist, sperrt es sich gegen diese Vorschläge. Aufgrund fehlender Gegenfinanzierung würde keinen weiteren Steuererleichterungen zugestimmt, teilte das BMF mit.

Schon ein früherer Versuch des Gesetzgebers, konzerninterne Veräußerungsgeschäfte ausdrücklich von der Grunderwerbssteuer freizustellen, sei aus fiskalisch Gründen gescheitert, sagt Marc-Alexander Lüth, Immobilienspezialist der Anwaltskanzlei Lovells. Wenn Zwischenerwerbe nicht mit Grunderwerbsteuer belastet würden, werden „Parklösungen“ bei der Restrukturierung von Unternehmen erleichtert, ergänzt Lüth.

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