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12.07.2007 

"Die Arena wird zusätzliche Anziehungskraft haben", sagt Ulrich Denk, Projektleiter beim Immobilienforschungsinstitut Bulwien Gesa. An der Spree seien zwar sowohl die Mieten als auch die Kaufpreise für Kreuzberg-Friedrichshainer Verhältnisse untypisch hoch, sagt Denk. Häufig sei die Standortwahl eines Unternehmens aber rational nicht erklärbar. "Hier ist der Fluss außergewöhnlich gradlinig. Dadurch entsteht ein sehr attraktiver Panoramablick", sagt Christian Meyer, Geschäftsführer des Vereins Mediaspree, der das Gebiet an beiden Seiten der Spree vermarktet.

Die großflächige Vermarktung ist einigen Anwohnern jedoch ein Dorn im Auge. Unter dem Namen "Mediaspree versenken" haben sich die Gegner organisiert und wehren sich seit einem Jahr gegen die "künstliche Boomlandschaft", wie Carsten Joost von der Initiative den geplanten Umbau nennt. Dieses städtebauliche Konzept passe einfach nicht zu Kreuzberg. Unter dem Label "Spreeufer für alle" hat die Initiative jetzt ein Bürgerbegehren eingereicht: Mehr Freifläche zwischen Spree und Bebauung, keine neuen Hochhäuser, die Aufteilung des Gebiets in kleine Grundstücke und ein Autoverbot auf der Brommybrücke, die seit dem Krieg zerstört war und jetzt wieder aufgebaut werden soll, so lauten die Forderungen. "Kreuzberg braucht eine Stadtentwicklung von unten und nicht die Abriegelung durch Büro und Hochhäuser", sagt Joost.

Über die Köpfe der Kreuzberger hinweg zu entscheiden, liegt der Stadt allerdings fern. "Wir sprechen mit den Anliegern, um Anreize zu schaffen, damit sie sich daran beteiligen, das Viertel attraktiver zu machen", sagt Senatssprecherin Roland. Auf die Einsicht der Kreuzberger wird der Senat bei seinen Plänen auch angewiesen sein, denn die privaten Eigentümer der Grundstücke müssen einer Neunutzung zustimmen. Vor allem, wenn der neue Uferweg über ihre Grundstücke führt. "Solange der Fluss nicht zugänglich ist, ist das Gebiet nicht attraktiv", sagt Denk von Bulwien Gesa. Ob es dem Senat gelingt, Kreuzberg aus seiner alternativen Nische zu holen, bestimmen die Kreuzberger letztlich selbst, zumindest die, denen das Spreeufer gehört. Was dann aus Kiki Blofeld wird, auch.


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